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Experten raten trotz niedriger Infektionszahl zur Masernimpfung

Masern: Experten raten trotz niedriger Infektionszahl zur Impfung 

Masern sind vor allem für Kinder hochansteckend. In Niedersachsen sind zwar fast alle Mädchen und Jungen geimpft, für Experten ist das aber kein Grund zur Entwarnung: Vor allem für Kleinkinder kommt die Impfung oft zu spät.

Fast alle Schulanfänger in Niedersachsen sind gegen Masern geimpft. Von den 62 963 Kindern, die bei der Schuluntersuchung für 2016 ihr Impfbuch vorlegten, hatten 97 Prozent einen entsprechenden Impfschutz. Das sind knapp drei Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor, teilte das Landesgesundheitsamt in Hannover aus Anlass der Europäischen Impfwoche mit.

In diesem Jahr wurden bislang nur vier Masern-Erkrankungen in Niedersachsen meldet. "Es handelt sich um Einzelfälle, es gab bisher keinen größeren Ausbruch", sagte Holger Scharlach vom Landesgesundheitsamt.

KVN rät trotz weniger Infektionen zur Impfung

Auch wenn derzeit keine erhöhte Infektionsrate erkennbar ist, sind aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) immer noch zu wenig Menschen gegen Masern geimpft. "Etwa die Hälfte der gemeldeten Fälle betreffen Jugendliche und Erwachsene, die gar nicht oder nicht ausreichend geimpft sind", sagte KVN-Sprecher Detlef Haffke.

Bundesweit gab es mit bisher 462 beim Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gemeldeten Fällen in diesem Jahr schon mehr Infizierungen als im gesamten vergangenen Jahr - 2016 wurden 325 Fälle erfasst. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt die zweimalige Masern-Impfung allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden, oder bei denen der Masern-Impfstatus unklar ist.

Das Gesundheitsministerium in Hannover sieht in Niedersachsen keine grundsätzliche Impfmüdigkeit. Es sei aber zu beobachten, dass Kleinkinder im Durchschnitt zu spät geimpft werden. Die zweite Impfung sollte nach den Empfehlungen bereits vor dem zweiten Geburtstag erfolgen.

Unabhängig vom Alter kann eine Masern-Infektion erhebliche Komplikationen und Folgeerkrankungen wie Mittelohr-, Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung mit sich bringen. Im Mai findet in Oldenburg eine Nationale Impfkonferenz statt, bei der Experten darüber beraten, wie hohe Impfquoten erreicht und aufrechterhalten werden