Flächendeckende Brustkrebsvorsorge zeigt Wirkung

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Seit 2005 können sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren bei der Brustkrebsvorsorge untersuchen lassen. So sollen Tumoren frühzeitig erkannt – und auch behandelt werden. Langfristig soll dadurch die Sterberate sinken.

Rund 2,4 Millionen Frauen haben sich in den vergangenen zehn Jahren in Niedersachsen im Mammographie-Screening-Programm untersuchen lassen. In rund 16 000 Fällen haben die Ärzte Karzinome bei den Patientinnen festgestellt, wie die am Mittwoch von den Organisatoren der 2005 eingeführten flächendeckenden Früherkennung für Brustkrebs vorgestellte Bilanz des Zeitraums ergab. Viele kleine Tumore konnten so frühzeitig entdeckt und behandelt werden.

“Die Heilungschance hängt von der Größe bei der Entdeckung ab”, sagte der Leiter des Mammographie-Referenzzentrums Nord, Gerold Hecht, in Hannover. Weil viele kleine Tumoren rechtzeitig behandelt werden, sei auch die Zahl größerer Tumoren rückläufig. Die Ärzte gehen davon aus, dass durch das Programm die Sterberate langfristig gesenkt werden könne. Zahlen, die das belegen können, werde es jedoch frühestens in vier Jahren geben.

Alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren zu der Früherkennung eingeladen. Die Kosten tragen die Krankenkassen. Rund 60 Prozent der Frauen kamen in den ersten zehn Jahren zur Untersuchung. In Niedersachsen gibt es im Rahmen des Programms knapp 60 stationäre Mammographie-Standorte. Neun Fahrzeuge wurden zu mobilen Praxen umgebaut. Mit diesen sogenannten “Mammobilen” könne man auch Patientinnen in ländlichen Regionen erreichen, erklärte Regine Rathmann, die verantwortliche Ärztin für das Mammographie-Screening in Hannover.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei der Mammographie wird die weibliche Brust geröntgt. Um die Früherkennung zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag 2002 beschlossen, in Deutschland ein flächendeckendes Mammographie-Screening-Programm einzuführen.

“In vielen Fällen können wir Anzeichen eines Brustkrebses im Anfangsstadium entdecken und diese anschließend gezielt behandeln”, sagte Rathmann. Der Befund der Untersuchung liegt nach Angaben der Ärzte schon nach zwei bis drei Stunden vor. Krebsdiagnosen, die im Mammographie-Screening festgestellt werden, werden in einer Konferenz aus Fachärzten besprochen. Dieses Plenum gibt anschließend Therapieempfehlungen aus.

Text: dpa /fw

Foto: thailoei92 / Shutterstock.com

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