09.09.2015 | Müssen Sie erhöhten Blutdruck bei Frauen anders behandeln als bei Männern? Auf jeden Fall gilt es wichtige Besonderheiten zu beachten – vor allem bezüglich „hormonassoziierter Zustände“ wie orale Kontrazeption, Hormonersatztherapie und Schwangerschaft. ...mehr

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Frauen-Hochdruck - Hormone bestimmen mit!

<p class="Vorspann">09.09.2015 | M&uuml;ssen Sie erh&ouml;hten Blutdruck bei Frauen anders behandeln als bei M&auml;nnern? Auf jeden Fall gilt es wichtige Besonderheiten zu beachten &ndash; vor allem bez&uuml;glich &bdquo;hormonassoziierter Zust&auml;nde&ldquo; wie orale Kontrazeption, Hormonersatztherapie und Schwangerschaft. ...mehr<o:p></o:p></p>

Wann wird es Zeit, die Verhütungsmethode zu wechseln?

von Manuela Arand

Müssen Sie erhöhten Blutdruck bei Frauen anders behandeln als bei Männern? Auf jeden Fall gilt es wichtige Besonderheiten zu beachten – vor allem bezüglich „hormonassoziierter Zustände“ wie orale Kontrazeption, Hormonersatztherapie und Schwangerschaft.

Es wird gerne vergessen, dass kardiovaskuläre Erkrankungen auch bei Frauen den „Hauptkiller“ stellen, bemängelte Professor Dr. Renata Cifková vom Zentrum für Kardiovaskuläre Prävention der Universität Prag. Deshalb sind weibliche Patienten in Hypertonie-Studien oft unterrepräsentiert, sofern überhaupt geschlechtsspezifische Resultate vorgelegt werden. Eine aktuelle Analyse der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zeigt aber, dass Frauen auf Blutdrucksenker nicht schlechter ansprechen als Männer und in gleichem Maße profitieren.

Reine Progesteron-Pille als Alternative

Geschlechtsspezifisch gilt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten – zum Beispiel beim Thema Verhütung. Östrogenhaltige orale Kontrazeptiva erhöhen bei fast allen Anwenderinnen den Blutdruck, weil sie die Hämodynamik beeinflussen, das Renin-Angiotensin-System aktivieren und die Insulinsensitivität herabsetzen.

Der Blutdruckanstieg ist insgesamt mild und nach Absetzen meist reversibel. Nur selten entwickelt sich allein durch Einnahme der Pille eine echte Hypertonie.

Vorsichtsmaßnahmen sind trotzdem angebracht, betonte Prof. Cifková beim ESC-Kongress. So sollte man bei der Verordnung auf Präparate mit möglichst niedrigem Östrogen- und Gestagengehalt setzen und den Blutdruck halbjährlich kontrollieren. Steigen die Werte deutlich an, ist ein Wechsel der Verhütungsmethode indiziert. Reine Progesteronpillen scheinen blutdruckneutral zu sein und können eine Alternative darstellen, auch wenn die betreffende Patientin bereits unter einer arteriellen Hypertonie leidet. Haben sich die Blutdruckwerte drei Monate nach Absetzen der Kombipille immer noch nicht normalisiert, sollte eine antihypertensive Therapie erwogen werden. Wenn eine andere Form der Kontrazeption nicht infrage kommt, muss man bei erhöhten Werten ebenfalls blutdrucksenkende Mittel einsetzen.

Weniger eindeutig stellt sich die Situation bei der Hormonersatztherapie dar: Den Blutdruck scheint diese per se nicht zu beeinflussen und ob protektive Wirkungen auf Herzinfarkt und Schlaganfall erwartet werden können, bleibt umstritten. Falls ja, fallen die Schutzeffekte vermutlich so gering aus, dass es sinnlos wäre, allein aus diesem Grund eine HRT zu beginnen oder fortzusetzen, so die Präventionsmedizinerin. Da sind sich auch alle internationalen Leitlinien einig. Eine aktuelle Studie deutet allerdings darauf hin, dass ein früher Beginn der HRT mit niedrig dosierten 17b-Estradiol-Präparaten einen Nutzen bringen könnte, wenn sie früh in der Menopause begonnen wird. Es bleibt abzuwarten, ob sich das bestätigt. Bis dahin lautet die Empfehlung: HRT kann zur Linderung der Wechseljahrs-Beschwerden eingesetzt werden, aber so niedrig dosiert und so kurz wie möglich.

Spezial-Auswahl für die schwangere Hypertonikerin

In der Schwangerschaft stellt die Hypertonie das häufigste medizinische Problem überhaupt dar – Prävalenz: 10 % – und erfordert in der Regel eine medikamentöse Therapie, sobald der Blutdruck 150/95 mmHg übersteigt. Wirkstoffe, die am Renin-Angiotensin-System ansetzen, sind dabei aufgrund teratogener Risiken kontraindiziert. Auch Diuretika sollten nicht gegeben werden und Hydralazin, das lange empfohlen wurde, ist wegen erhöhter perinataler Komplikationsraten bei Mutter und Kind nicht mehr unter den präferierten Substanzen. Als Mittel der Wahl gilt Methyldopa, weil es das beste Sicherheitsprofil bietet und als einziges Antihypertensivum Langzeitdaten auch bei Schwangeren bietet, erklärte Prof. Cifková. Alternativ kommen Labetalol, Kalziumantagonisten und Betablocker infrage.

Außerdem sollte man an die eventuelle Empfehlung von ASS denken: Der Plättchenhemmer reduzierte in einer Metaanalyse mit über 11 000 Frauen das Risiko für Präeklampsie und intrauterine Wachstumsverzögerung um mehr als die Hälfte. Eine Dosis von 75 mg pro Tag, ab der zwölften Woche bis zur Geburt gegeben, erklärte die Expertin, reicht dafür aus.          

Schwangeren ASS geben?

Hohes Risiko für Präeklampsie

Moderates Risiko für Präeklampsie

Bei hohem Risiko oder mindestens einem moderaten Risikofaktor für Präeklampsie sollten Frauen ab der 12. SSW bis zur Entbindung täglich 75 mg ASS einnehmen.

Quelle:

  1. ESC-Kongress 2013