Für Multimedikation sensibilisieren

Gemeinsames Studium von ÄrztInnen und ApothekerInnen?

Ein Drittel aller Patienten in Hausarztpraxen leiden unter mehreren Erkrankungen. Betroffene werden zumeist von unterschiedlichen Fachärzten behandelt, die ihre Verschreibungen oftmals untereinander nicht ausreichend abstimmen. Der Tablettenmix kann nicht nur schwerwiegende Nebenwirkungen haben; er verunsichert und überfordert auch viele Patienten. 

Besonders häufig sind ältere PatientInnen, zum Teil aber auch schon junge PatientInnen von Mehrfacherkrankungen betroffen. Sie haben meist eine komplexe Gesundheitssituation, die auch Ärztinnen und Ärzte zuweilen überfordert. Durch die Weiterentwicklung und Evaluation von Interventionen soll die Versorgung dieser Patientengruppe zukünftig verbessert werden. Wie dies gelingt?

Aus früheren Studien ist beispielsweise bekannt, dass bei einem Großteil der mehrfacherkrankten Patienten die Gesamtmedikation verbessert werden kann, entweder indem die Anzahl der Medikamente reduziert wird, aber manchmal auch durch zusätzliche Verschreibung von Medikamenten. Wichtig ist es jedoch in jedem Einzelfall, die Wünsche und Lebensumstände der PatientInnen mit einzubeziehen. Im Gespräch mit Arzt oder Ärztin sollen Nutzen und Risiken einer Medikation gegeneinander abgewogen und dann gemeinsam eine Entscheidung getroffen werden.

Angesichts der Häufigkeit und Komplexität von Multimedikation ist anzudenken, dass Studierende der Medizin und der Pharmazie gemeinsam auf die Beratung dieser besonderen Patientengruppe vorbereitet werden. An der Universität in Frankfurt am Main könnte hierzu bald ein interdisziplinäres Lehrprogramm existieren, in dem angehenden ÄrztInnen und ApothekerInnen gemeinsame Lehrveranstaltungen angeboten werden.

Insgesamt ist dieser Ansatz ein möglicher Weg, zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung von chronisch Kranken sowie zur Unterstützung hausärztlicher Praxen bei ihren wichtigen Aufgaben im Alltag. Die Arzneimitteltherapie neu zu denken und die PatientInnen und deren Lebensumstände mit einzubeziehen, ist ein wichtiger Schritt, um Polymedikation und damit einhergehende Fehlmedikationen zukünftig besser zu verhindern.

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