Gehirnschäden beim Sport: (Un)kalkulierbares Risiko?

American Football gehört weltweit zu den beliebtesten Sportarten. Dabei sind harte, körperliche Zweikämpfe der Kontrahenten ein Teil des Spiels. Doch seit Bekanntwerden der chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) als Gesundheitsrisiko im Sport, stehen die Spätfolgen von Gehirnerschütterungen in der Diskussion.

Gehirnerschütterungen sind keine Bagatellverletzungen

American Football gehört weltweit zu den beliebtesten Sportarten. Dabei sind harte, körperliche Zweikämpfe der Kontrahenten ein Teil des Spiels. Doch seit Bekanntwerden der chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) als Gesundheitsrisiko im Sport, stehen die Spätfolgen von Gehirnerschütterungen in der Diskussion - und keinesfalls sind davon nur American-Football-Spieler davon betroffen.

Ärzte und Wissenschaftler weisen regelmäßig darauf hin, wie wichtig es ist, eine Gehirnerschütterung nicht als Bagatellverletzung abzutun. "Gehirnerschütterungen sind ernst zu nehmende Verletzungen. Sie stellen in erster Linie ein Trauma für das Gehirn dar, mit teilweise erheblichen neurologischen Schädigungen und der Gefahr von Folgeschäden. Wird eine Gehirnerschütterung jedoch erkannt und korrekt behandelt, sind die Heilungschancen sehr gut", so Prof. Dr. med. Eckard Rickels, Chefarzt für Neurochirurgie an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurotraumatologie, Celle und Mitglied im Beirat der ZNS – Stiftung.

Aufklärung zum Thema Gehirnerschütterung beim Sport ist notwendig, denn auch in Deutschland sind die Unfallzahlen hoch: Etwa 40.000 Gehirnerschütterungen werden allein im Sport jedes Jahr neu diagnostiziert. Noch weitaus höher dürfte die Dunkelziffer der nicht erkannten Verletzungen sein. "Deshalb ist es wichtig, dass Prävention, Diagnostik und Nachsorge von Gehirnerschütterungen sowohl im Freizeit- und Schulsport, als auch im Profisport eine größere Rolle spielen", so Prof. Rickels weiter.

Maßgeblich zur Aufklärung in Deutschland trägt die Initiative "Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport" bei. Diese möchte in erster Linie zu Früherkennung und Behandlung von Gehirnerschütterungen informieren. Wichtigstes Ziel der Initiative ist es, allen am Sport Beteiligten das notwendige Fachwissen zum richtigen Verhalten bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung zu vermitteln.

Gehrnerschütterungen beim Sport, vor allem beim American Football, beim Kopfballschießen im Fußball oder auch beim Boxen sind ein sehr ernster Risikofaktor für die neurologische Gesundheit der Spieler. So werden seit Jahren immer wieder Fälle bekannt, in denen Sportler im weiteren Verlauf ihres Lebens kognitive Einschränkungen oder Wesensveränderungen infolge wiederholter Gehirnerschütterungen erfahren. Besonders dramatisch sind jedoch die Fälle, in denen junge Sportler an der chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) erkrankten und starben. Ihr Gehirn, äußerlich normal erscheinend, ist im Inneren durch Hohlräume regelrecht löchrig geworden - eine Folge der Hirnschäden durch Traumata wiederholter Gehirnerschütterungen.

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