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Gehirnstimulierung verbessert erstmals Langzeitgedächtnis

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das direkte Stimulieren der Amygdala die Erinnerung am nächsten Tag verbessen kann. Das ist das erste Mal, dass elektrische Stimulierung die Erinnerung länger als einige Minuten verbessert.

Teilnehmer mit starken Gedächtnisproblemen profitierten am meisten

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das direkte Stimulieren der Amygdala die Erinnerung am nächsten Tag verbessen kann. Das ist das erste Mal, dass elektrische Stimulierung die Erinnerung länger als einige Minuten verbessert.

Das Langzeitgedächtnis zu opitmieren, klingt wie Science Fiction. Das ist es auch immernoch, doch das Forscherteam des Emory University Hospital in Atlanta hat uns dem einen Schritt näher gebracht. Sie untersuchten, wie direkte Gehirnstimulierung die Leistung bei einer Gedächtnisaufgabe beeinflusst. Diese Untersuchung zielt darauf ab, die Leben von Millionen von Menschen, die mit gedächtniseinschränkenden Krankheiten leben müssen, zu verbessern. Die Studie umfasste 14 Menschen mit Epilepsie, die sich intrakranieller Beobachtung unterzogen.

Die Forscher zielten auf die Amygdala ab. Die Amygdala wird sowohl mit Erinnerungen als auch mit Emotionen assoziiert, was sie zu einem primären Kandidat für die Gedächtnisverbesserung macht. Erstautor Joseph Manns erklärt, weshalb sein Forscherteam die Amygdala gewählt hat: "Vorangegangene Forschungsarbeiten zeigten, dass die Amygdala mit mehreren Gedächtnisstrukturen in regulierender Rolle interagiert. Wir wollten ihre endogene Funktion stimulieren, welche, so vermuteten wir, auffällige Signale generiert." Diese Ergebnisse wurden kürzlich im Journal PNAS veröffentlicht. 

Den Studienteilnehmern wurden 160 neutrale Objekte gezeigt und sie sollten dann entscheiden, ob das jeweilige Objekt für drinnen oder draußen ist. Für die Hälfte der Bilder erhielten die Teilnehmer Gehirnstimulation für eine Sekunde vor der Präsentation. Während der Stimulierung zeigten Teilnehmer keine emotionale Reaktion, erhöhte Herzraten oder andere Anzeichen von Erregung. Teilnehmer wurden halb stimuliert, halb ohne Stimulierung mit den Bildern getestet. Am nächsten Tag wurden ihnen die restlichen Bilder und 40 Köderbilder gezeigt. Der Test, der am Tag der Stimulierung durchgeführt wurde, zeigte nur wenige Verbesserungen. Die Ergebnisse des nächsten Tages waren jedoch vielversprechender: 79 Prozent der Teilnehmer reagierten deutlich besser auf die stimulierten Bilder während die übrigen 21 Prozent weder Verbesserung noch Verschlechterung zeigten. Laut Manns "ergibt das Sinn", weil "die Amygdala wichtig für die Erinnerungskonsolidierung ist". Einige der Studienteilnehmer hatten bestehende Gedächtniseinschränkungen durch Epilepsie. Teilnehmer mit starken Gedächtnisproblemen profitierten von der Stimulierung am meisten. Ein Proband erinnerte sich beispielsweise an keines der nicht-stimulierten Bilder, jedoch an viele der stimulierten.

Dr. Jon T. Willie, Assistenzprofessor für Neurochirurgie und Neurologie, kommentiert die Ergebnisse: "Es ist ermutigend, dass wir die Langzeiterinnerung verbessert haben und nicht das Kurzzeitgedächtnis oder das Arbeitsgedächtnis. Unsere Studie hat die Besonderheit, dass wir das Gedächtnis zu einem Langzeit-Zeitpunkt (den nächsten Tag) verbessert haben." Die Forscher führen momentan Folgeexperimente durch, bei denen sie mehrere Stimulierungsparameter manipulieren, um zu bestimmen, ob sie das Erinnerungsvermögen zusätzlich verbessern können.