Geplantes ökumenisches Klinikum in Flensburg gegen Schwangerschaftsabbrüche

Die Kritik an der Ankündigung des geplanten ökumenischen Klinikums in Flensburg, keine Schwangerschaftsabbrüche vornehmen zu wollen, reißt nicht ab. Dieses Vorgehen sei ein Angriff auf das Grundrecht der Selbstbestimmung der Frau, erklärte der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Massive Kritik durch Paritätischen Wohlfahrtsverband

Die Kritik an der Ankündigung des geplanten ökumenischen Klinikums in Flensburg, keine Schwangerschaftsabbrüche vornehmen zu wollen, reißt nicht ab. Dieses Vorgehen sei ein Angriff auf das Grundrecht der Selbstbestimmung der Frau, erklärte der Paritätische Wohlfahrtsverband.

"Weder gehört dieses tradierte Weltbild in das Jahr 2019, noch darf es sein, dass eine Klinik, in die Steuergelder investiert werden, aus einer sehr einseitigen Weltanschauung heraus Frauen diskriminiert.", rief der Verband das Malteser-Diako-Klinikum auf, seine Pläne zu überdenken.

Die kirchlichen Träger hatten vereinbart, Abtreibungen nur in medizinischen Notfällen vorzunehmen. "Das ist eine ethisch-moralische, grundsätzliche Position der katholischen Kirche und war daher nicht verhandelbar", hatte der Geschäftsführer des katholischen St. Franziskus-Hospitals in Flensburg, Klaus Deitmaring, laut Medienberichten gesagt.

Religiöse Ansichten dürfen nicht über Wohl von Patientinnen stehen

Sozialminister Heiner Garg (FDP) hatte die Entscheidung bedauert. Vom Land anordnen ließen sich Schwangerschaftsabbrüche nicht. Wichtig sei, dass Praxen die Möglichkeit dazu weiterhin sicherstellten. Ein Großteil der Abbrüche werde ambulant vorgenommen. Laut Ministerium können weder das Land noch die Kassenärztliche Vereinigung ÄrztInnen oder eine Klinik zu bestimmten medizinischen Maßnahmen verpflichten.

Am 07.11. befasste sich der Landtags-Sozialausschuss mit der Angelegenheit. Die SPD hatte einen Regierungsbericht verlangt. Nach ihrer Ansicht dürften sich Klinikbetreiber nicht aus bestimmten Bereichen zurückziehen. Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen müsse gewahrt bleiben. Auch vom SSW kam scharfe Kritik: Religiöse Ansichten dürften nicht über dem Wohl der Patientinnen stehen, erklärte der Landtagsabgeordnete Flemming Meyer.

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