Gesunder Schlaf: Mehr als (r)eine Definition

Gesunder Schlaf lässt sich schlecht definieren. Unser Schlafbedürfnis ist individuell verschieden und so auch das Empfinden darüber, was einen gesunden Schlaf ausmacht. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die für alle Menschen gleichermaßen gelten und ein gesundes Schlafpensum definieren.

Stichwort Schlafhygiene für jedermann

Gesunder Schlaf lässt sich schlecht definieren. Unser Schlafbedürfnis ist individuell verschieden und so auch das Empfinden darüber, was einen gesunden Schlaf ausmacht. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die für alle Menschen gleichermaßen gelten und deren gesundes Schlafpensum definieren.

Ein gesunder Schlaf ist, wenn wir ausreichend lange und vor allem auch erholsam schlafen. Wie viel Schlaf jeder braucht, ist jedoch individuell verschieden. Manche Menschen bräuchten deutlich mehr Schlaf als andere, um sich am nächsten Morgen ausgeschlafen zu fühlen.

Es gibt verschiedenen Studien, die zeigen, dass sowohl eine sehr kurze als auch eine sehr lange Schlafdauer einen negativen Effekt auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben können. Hinzu kommen unterschiedliche Chronotypen. Manche Menschen sind sogenannte Lerchen, andere sind Eulen. Lerchen sind Menschen, die abends früh müde und morgens früh wach werden. Eulen hingegen sind Personen, die abends spät müde und morgens spät wach werden.

Stimmt über einen längeren Zeitraum der Schlaf-Wach-Rhythmus nicht mit dem Chronotyp überein, könne dies zu einem Schlafmangel führen, der sich negativ auf das Funktionieren im Alltag und das Wohlbefinden auswirkt. Dieses Phänomen findet sich oft bei Jugendlichen: So sind viele jungen Menschen Eulen, müssten aber früh aufstehen, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Somit folgen sie einem Rhythmus, der nicht ihrer inneren Uhr entspricht.

Neben der Länge des Schlafes sind weitere Faktoren wichtig für einen gesunden Schlaf. So wird häufig auch die Nutzung von elektronischen Medien vor dem zu Bett gehen für einen schlechteren Schlaf angeführt. Durch die Nutzung elektronischer Medien gelangt Licht in unsere Augen. Die Augen sind mit einem Gebiet im Gehirn verbunden, das für die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin zuständig ist, wodurch wir müde werden. Wenn wir also Licht ausgesetzt sind, wird unserem Körper signalisiert, dass es noch nicht Zeit ist, zu schlafen, und das Einschlafen fällt schwerer. Hierbei sind es vor allem die blauen Wellenlängen des Lichtes, das sogenannte blaue Licht, das einen aufmunternden Effekt hat. Dieses Licht finden wir auch bei elektronischen Medien wie Computerbildschirmen oder Handydisplays.

Allerdings zeigen nicht alle Studien, dass die Nutzung elektronischer Medien einen negativen Effekt auf unseren Schlaf bzw., dass eine Reduktion der elektronischen Medien einen positiven Effekt auf den Schlaf hat. Hier bedarf es weiterer Studien, um mögliche Zusammenhänge genauer zu verstehen.

Grundsätzlich kann jedoch jeder z. B. auf seine Schlafhygiene achten. ExpertInnen empfehlen regelmäßige Schlafzeiten, sowohl unter der Woche als auch am Wochenende, keine koffeinhaltigen Getränke und schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen, eine angenehme Schlafumgebung (d. h. abgedunkelte Umgebung, wenig Geräusche etc.), wenig Licht vor dem Schlafengehen – hierzu zählen auch Fernsehen, Computer oder andere elektronische Medien – sowie eine Reduktion von stimulierenden Aktivitäten vor dem zu Bett gehen (z. B. sehr aktiver Sport direkt vor dem Schlafengehen) und keine Mittagsschläfchen am Tag. Hat jemand indes große Schwierigkeiten mit dem Ein- und/oder Durchschlafen sollte der nicht auf den Wecker schauen und nicht länger als ca. 30 Minuten wach im Bett liegen bleiben.

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