Gesundheitsstudie benötigt mehr Probanden

Bundesweit sollen 200 000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren im Rahmen einer riesigen Gesundheitsstudie untersucht werden. Im Nordosten läuft die sogenannte Kohorte noch etwas schleppend an. Di

Bundesweit sollen 200 000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren im Rahmen einer riesigen Gesundheitsstudie untersucht werden. Im Nordosten läuft die sogenannte Kohorte noch etwas schleppend an.

Die Organisatoren der bundesweiten Gesundheitsstudie “Nationale Kohorte” müssen sich in Mecklenburg-Vorpommern beeilen, wenn sie geplante Teilnehmerzahl von 20 000 erreichen wollen. Innerhalb eines Jahres ließen sich 2000 Frauen und Männer in Neubrandenburg und Neustrelitz für die Studie untersuchen, sagte Leiter Henry Völzke am Mittwoch in Neubrandenburg. Das seien rund 26 Prozent aller Angeschriebenen, was bundesweit aber ein guter Durchschnittswert sei.

Mit der “Kohorte” sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, was Menschen krank macht und wie sie sich vor Krankheiten schützen können. Nach Angaben der Universitätsmedizin Greifswald liegt der Schwerpunkt dabei auf Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen.

Nun werde zusätzliches Personal eingestellt und ein Studienzentrum 2016 von Neustrelitz nach Waren verlegt. “Dadurch soll die Zahl der Probanden von jetzt täglich 20 Teilnehmern auf 40 verdoppelt werden”, erklärte die Leiterin des Studienzentrums Neubrandenburg Sabine Schipf. “Uns fehlen vor allem Teilnehmer in der Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen und da vor allem junge Frauen”, erklärte Völzke. Das habe mit der Abwanderung in der 1990er Jahren zu tun.

Für die Studie sollen bundesweit 200 000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren untersucht werden. Auch ihre Ernährungs- und Lebensweisen sollen einfließen. “Die Ergebnisse sind dann Grundlage von vorbeugenden Programmen der Länder und des Bundes”, sagte Völzke.

Nach 2018 werden die Probanden noch auf jeden Fall fünf Jahre begleitet. Die Studie wird bis 2023 finanziert. Die Mediziner hoffen, dass sie danach noch 20 Jahre fortgesetzt wird, um möglichst langfristige Ergebnisse zu gewinnen. Geldgeber der Studie sind Bund, Land und die Helmholtz-Stiftung.

Text und Foto: dpa /fw

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