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Gesundheitsvorsorge in MV soll mehr Arbeitslose erreichen

Zu viele Dicke, zu viele Raucher, zu viel Alkoholkonsum - mehr Gesundheitsvorsorge ist in Mecklenburg-Vorpommern nötig. Eine Vereinbarung soll helfen.

Für die Vorbeugung von Krankheiten steht in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Geld zur Verfügung. Die gesetzlichen Krankenkassen seien nunmehr verpflichtet, pro Versichertem sieben Euro im Jahr bereitzustellen, hieß es am Montag in Schwerin bei der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung zur Nutzung dieses Geldes. 2015 waren es demnach rund vier Euro pro Versichertem.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) geht davon aus, dass in diesem Jahr im Nordosten von den Kassen 5,8 Millionen Euro für die Prävention bereitstehen. Das Land gebe noch einmal 2,7 Millionen Euro dazu, sagte er. Daraus würden verschiedene Maßnahmen finanziert, vom Seminar zur Stressbewältigung bis zum Kochkurs und zur Lebensmittel- Einkaufsberatung.

Am Montag vereinbarten Krankenkassen, Sozialversicherungsträger, Bundesarbeitsagentur, Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern, künftig gemeinsam in der Gesundheitsvorsorge aktiv zu werden und so das Geld für die Prävention optimal einzusetzen. Sie wollen künftig ihre Projekte abstimmen, um Doppelstrukturen zu vermeiden, sagte Glawe. Auch soll versucht werden, mehr Menschen als bisher zu erreichen.

So erweist es sich dem Minister zufolge bislang als schwierig, Präventionsangebote etwa an Langzeitarbeitslose zu bringen. Ein Modellprojekt im Raum Waren wollte 100 Betroffene erreichen - das Ziel wurde knapp verfehlt, wie Rolando Schadowski von der Techniker Krankenkasse sagte. Dafür habe es kaum Abbrecher gegeben. In Demmin, Waren, Moltzow und Borrentin waren Gesundheitstage und Präventionskurse angeboten worden. Vor allem die Angebote zur Stressbewältigung hätten den Menschen geholfen, sagte Schadowski. Das Projekt werde nun in den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und im Südteil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte aufgelegt.

Mecklenburg-Vorpommern hat mehr Gesundheitsbewusstsein nötig: Im Jahr 2013 waren laut Statistischem Landesamt 59,9 Prozent der Erwachsenen in Mecklenburg-Vorpommern übergewichtig - ein Spitzenplatz in Deutschland. Mit 28,2 Prozent Rauchern an der erwachsenen Bevölkerung lag MV auf dem vorletzten Platz im Bundesvergleich vor Berlin. Die Daten basieren auf einer Zusatzerhebung zum Mikrozensus aus dem Jahr 2013. Das nächste Mal findet diese groß angelegte Bevölkerungsbefragung in diesem Jahr statt.

Aus der Opposition kam Kritik, dass die Rahmenvereinbarung erst jetzt geschlossen wurde. "Andere Länder haben längst ihre Rahmenvereinbarungen vorgelegt, als eines der letzten Länder folgt nun MV", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Linke-Fraktion im Landtag, Torsten Koplin. Hintergrund ist das Präventionsgesetz des Bundes aus dem Jahr 2015. Durch die zeitliche Verzögerung seien in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Millionen Euro für die Gesundheitsförderung und Prävention nicht zum Einsatz gekommen, sagte Koplin.