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Glücksspielsucht - Männliche Ausländer häufiger betroffen

Auf Pferderennen oder Fußballspiele wetten, am Automaten Geld verzocken oder ins Casino gehen: Glücksspielsucht hat viele Gesichter. Besonders betroffen sind junge Männer mit ausländischen Wurzeln - die noch dazu oft unter einem Trauma leiden.

Persönlichkeitsstörungen oder Depressionen sind nicht selten

Auf Pferderennen oder Fußballspiele wetten, am Automaten Geld verzocken oder ins Casino gehen: Glücksspielsucht hat viele Gesichter. Besonders betroffen sind junge Männer mit ausländischen Wurzeln - die noch dazu oft unter einem Trauma leiden.

Auf Glücksspiele spezialisierte Suchthelfer nehmen vermehrt Spielsüchtige mit ausländischen Wurzeln in den Fokus. "Unter Migranten gibt es die Problematik auffallend häufiger, da haben wir einen größeren Anteil an Menschen mit Glücksspielproblem als im deutschsprachigen Bevölkerungsanteil", erläuterte der Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, Konrad Landgraf. Ein am Mittwoch, den 28. Juni 2017 in München stattfindender Fachkongress steht deshalb unter dem Motto "Migration - Trauma - Glücksspiel".

Auf gut ein Prozent aller Erwachsenen im Freistaat wird die Zahl der Betroffenen geschätzt - ohne die mitleidenden Angehörigen. "Für Bayern haben wir berechnet, dass es etwa 34.000 Menschen gibt, die pathologische - also krankhafte - Spieler sind, und weitere 33.000, die problematische Spieler sind, also eine Vorstufe davon", sagte Landgraf. Kennzeichen dafür sei wie bei anderen Süchten auch ein Kontrollverlust - der Süchtige spielt, obwohl er nicht anfangen will oder längst aufhören wollte. Hinzu kämen Lügen, die Gefährdung des Arbeitsplatzes oder sozialer Beziehung sowie Entzugserscheinungen. Bei Spielern häufen sich darüber hinaus oft noch Schulden auf, manchmal kommt auch Diebstahl zur Finanzierung der Sucht hinzu.

Glücksspiel als traditionelle Männerdomäne

"Es geht natürlich ums Gewinnen. Es geht aber bei ganz vielen auch darum, die Probleme, die man hat, zu vergessen", erläuterte Landgraf. Viele Süchtige litten unter einer Persönlichkeitsstörung oder Depressionen. Dass Migranten besonders betroffen seien, liege an verschiedenen Faktoren. "Das hat sicherlich einen kulturellen Hintergrund, kann aber auch mit dem Migrationsgeschehen zu tun haben, das bringt ja an sich besondere Probleme mit sich", sagte Landgraf. Hinzu komme, dass Glücksspiel traditionell als Männerdomäne gelte und gerade jüngere Männer generell risikofreudiger seien.

Zudem hätten Studien festgestellt, dass Betroffene übermäßig häufig traumatisierende Erlebnisse hatten. Eine Zunahme glücksspielsüchtiger Flüchtlinge - die vergleichsweise häufig traumatisiert sind - kann die Landesstelle noch nicht feststellen. Dies liege zum einen daran, dass sich eine Glücksspielsucht über längere Zeit entwickele. Zum anderen beherrschten Flüchtlinge oft die Sprache noch nicht gut genug für eine Therapie, außerdem seien ihnen die Hilfsangebote in Deutschland nicht bekannt. "Es kann aber sein, dass das in den nächsten Jahren zum Problem wird", sagte Landgraf. "Das gilt dann aber auch für andere Suchtmittel, dass sie Drogen nehmen etc."