esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Golimumab: hohe Persistenz in klinischen Studien und im Alltag

Im Vergleich zu anderen Biologika zeigte Golimumab überlegene Persistenzraten bei verschiedenen Indikationen und Patientengruppen.

Im Vergleich zu anderen Biologika zeigte Golimumab überlegene Persistenzraten bei verschiedenen Indikationen und Patientengruppen

“Persistenz beschreibt tatsächlich die Nachhaltigkeit eines Medikaments und ist deshalb ein bestimmender Faktor für eine erfolgreiche Therapie”, erklärt Douglas Veale vom St. Vincent Hospital (Dublin, Irland).

Von 100% ausgestellter Rezepte werden nur 88% eingelöst und 76% genommen – noch deutlich weniger Medikamenteneinnahmen werden langfristig fortgesetzt und sind therapieadhärent. Eine Studie betrachtete die 10 so genannten „Blockbuster“-Medikamente und kam zu folgendem Ergebnis: auf jeden Patienten, dem durch ein Medikament geholfen wird, kommen zwischen 3 und 24, bei denen dieses nicht wirksam sein wird.”

TNF-Blocker stehen dabei im direkten Vergleich mit anderen Medikamenten gar nicht schlecht da, doch auch sie helfen im Schnitt nur einer von vier Personen”, sagt Veale. Der Grund dafür könnte sein, dass einige Patienten ihre Medikamente unregelmäßig nehmen. Daher wird in einem direkten Vergleich von Adhärenz (ehemals Compliance) und Persistenz die Adhärenz immer niedriger sein, bedingt durch die schlechte Ausführung von Dosierungsschemata.

Persistenz gestaltet sich besonders schwierig, wenn Patienten in Remission sind. “In meiner Praxis habe ich viele Patienten, die eine Therapie beenden wollen, wenn sie sich gut fühlen”, sagt Veale. Aber Studien deuten darauf hin, dass es nur sehr wenige Patienten gibt, die nach Absetzen der Therapie keinen Rückfall erleben.

Daten, die einen Wechsel von einem TNF-Blocker auf einen anderen untersuchen, zeigen, dass viel mehr Patienten eine sekundäre Non-Response aufweisen, im Gegensatz zu primärer Non-Response. Der Grund für die sekundäre Non-Response könnte demnach auch Nicht-Persistenz sein.

Klinische Studien mit Golimumab wurden durchgeführt innerhalb verschiedener rheumatischer Erkrankungen (Psoriasis-Arthritis, rheumatoider Arthritis, Spondyloarthritis) und in unterschiedlichen Patientensituationen (TNF-Blocker-naive Patienten, Methotrexat (MTX)-naive Patienten, unzureichende MTX-Responder) ausgeführt: “Egal, in welcher Indikation oder Patientengruppe, Golimumab zeigte eine beeindruckende Persistenzrate von fast 70%“, so Veale. Bei anderen TNF-Blockern liegen die in langfristigen RA-Studien beobachteten Persistenzraten zwischen 52 und 55%.

Bessere Persistenz in wirksamen Medikamenten

Veales Ansicht nach ist der wichtigste Grund, warum Patienten der Therapie treu bleiben, dass das Medikament funktioniert. Dies ist auch eine Erklärung für die gute Nachhaltigkeit von Golimumab: ein paar Studien zeigten, dass die klinische Wirksamkeit bis zu 5 Jahre erhalten bleibt, wenn Golimumab als First Line Biological-Therapie Anwendung findet. Hohe Persistenzraten auch unter Realbedingungen konnten ebenso belegt werden: Daten aus einem schwedischen Register zeigen höhere Persistenzraten für Golimumab im Vergleich zu anderen TNF-Blockern. Eine weitere Studie aus den USA nahm das zu späte Einlösen von Medikamentenrezepten als Surrogatparameter für niedrige Persistenz. In dieser Studie schnitt Golimumab ebenfalls besser ab, als andere TNF-Blocker.

Auch Nebenwirkungen können eine schädliche Wirkung auf die Persistenz haben. “Bei Golimumab sind die Nebenwirkungen auf die Injektionen sehr gering und treten nur bei ca. 0,8% der Patienten auf”, sagt Veale.

Last but not least entscheidet auch die Zeit, die ein Arzt bei der ersten Verschreibung eines TNF-Blockers für den Patienten aufbringt, über die Persistenz. “Wir sollten dies im Auge behalten, da Persistenz den langfristigen Erfolg einer Behandlung darstellt”, schloss Veale.

Quelle: Veale D. How are biologic therapies performing on persistence rate?, Symposium “Persistence on therapy: a key factor in the successful management of rheumatic disease”, presented on the 9th of June.