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Hämodialyse: Optimale Shuntversorgung bei Dialysepflicht

Über die Vorteile des AV-Shunts und Herausforderungen in der Dialysetherapie. Der optimale Gefäßzugang ist ein viel diskutiertes Problem bei der Hämodialyse von Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Optimalerweise sind Patienten zum Zeitpunkt des Beginns der Dialyse bereits mit einem arteriovenösen Shunt (AVF) versorgt.

Über die Vorteile des AV-Shunts und Herausforderungen in der Dialysetherapie.

Der optimale Gefäßzugang ist ein viel diskutiertes Problem bei der Hämodialyse von Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Optimalerweise sind Patienten zum Zeitpunkt des Beginns der Dialyse bereits mit einem arteriovenösen Shunt (AVF) versorgt. Gegenüber  Katheter und Gefäßprothesen hat die operativ angelegte native arteriovenöse Fistel deutliche Vorteile: Die Infektionsrate ist geringer und die Funktionalität  und dauerhafte Durchgängigkeit ist deutlich höher, was sich auch in einer höheren Überlebensrate niederschlägt.

Allerdings dauert es – je nach Gefäßsituation – drei bis neun Monate, bis solch ein Shunt “gereift” und damit punktionsbereit für die Dialyse ist. Die frühzeitige Überweisung zum Nephrologen und Entscheidungsfindung ist daher von besonderer Bedeutung. Wie eine Studie gezeigt hat, wirkt es sich negativ aus, wenn Patienten weniger als 90 Tage vor Beginn der Hämodialyse zu einem Nephrologen überwiesen wurden. So muss die Dialyse deutlich häufiger notfallmäßig gestartet werdet, Krankenhausaufenthalte zum Zeitpunkt des Dialysestarts sind häufiger und die Dialyse muss zuerst über einen Katheter erfolgen.

Oft sind es auch Patienten-bedingte Faktoren, die eine rechtzeitige Shunt-Anlage verzögern. So scheuen Patienten unter Umständen eine (noch nicht nötige) Operation und haben häufig mit emotionalen Problemen wie der Unausweichlichkeit der Dialyse und der Stigmatisierung durch den für alle am Arm sichtbaren Shunt zu kämpfen. Hier gilt es viel Aufklärungsarbeit zu leisten, um Vorbehalte zu reduzieren.

Problematisch kann die arteriovenöse Fistel bei Patienten mit ausgeprägter Herzinsuffizienz sein – vor allem wenn es sich um einen High-Volume-Shunt handelt. Eine enge Zusammenarbeit von Kardiologen und Nephrologen ist daher unabdingbar.

Wir haben mit Prof. Dr. Markus Hollenbeck von der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie am Knappschaftskrankenhaus Bottrop über die Shuntversorgung von niereninsuffizienten Patienten in Deutschland und Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen.

Quelle: 8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie; Symposium “Hämodialyse”; 12. 9. 2016, Berlin

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