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“Hit hard and early” – Rheuma frühzeitig behandeln

In der Kinderrheumatologie gibt es zurzeit keine Standardisierung von Diagnose und Therapie; viele Kinder werden falsch, zu spät oder überhaupt nicht mit aktuellen Methoden behandelt.

In der Kinderrheumatologie gibt es zurzeit keine Standardisierung von Diagnose und Therapie; viele Kinder werden falsch, zu spät oder überhaupt nicht mit aktuellen Methoden behandelt.

Um diese Situation zu verbessern, hat sich die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie zum Ziel gesetzt, Konsensusbehandlungspläne zu erstellen, die die Therapie der jungen Patienten und ihr Outcome verbessern sollen. Die einzelnen Schritte dazu erläuterte auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie Prof. Dr. Gerd Horneff von der Asklepios-Klinik in St. Augustin.

Zunächst soll ein Netz kooperierender kinderrheumatologischer Kliniken in Deutschland aufgebaut, dann „Protokolle zur Klassifikation, Überwachung von Therapien in der Kinderrheumatologie (PRO-KIND)“ erarbeitet und schließlich die Therapieergebnisse in Registern ausgewertet werden. „Ziel ist die Erstellung von universellen – oder zumindest weitgehend akzeptierten – Empfehlungen zur hohen Durchdringung von Standards unter Berücksichtigung von Studienergebnissen, Verfügbarkeit und Zulassung“, so Horneff. Internationale und deutsche Kohorten- und Therapiestudien zeigten deutlich, dass Kinder und Jugendliche, die früh mit TNF-alpha-Blockern behandelt wurden, wesentlich früher und signifikant häufiger eine inaktive Erkrankung erreichten als jene, die nur mit DMARDS therapiert wurden.

Für die Strategie „hit hard and early“ um „the window of opportunity“ nicht zu versäumen, plädierte auch Prof. Dr. Dirk Föll vom Universitätsklinikum Münster. Er beschäftigte sich in seinem Vortrag mit Studien und Therapieplänen zum Still-Syndrom (SJIA), einer Subkategorie der juvenilen idiopathischen Arthritis. Sie beginnt vor dem 16. Lebensjahr und verläuft monozyklisch, polyzyklisch oder persistierend. Eine bedeutende Frühkomplikation stellt das Makrophagenaktivierungssyndrom (MAS) dar, Spätkomplikationen sind Gelenkdestruktionen, Wachstumsstörungen, Amyloidose oder Osteoporose.
Unter Einsatz von Biologika erreichten in der deutschen ICON Studie 88% der Patienten nach einem Jahr bereits das Therapieziel einer Inaktivität der Erkrankung.

Föll schloss daraus, dass sich zu Beginn der Krankheit ein Fenster öffnet, in dem man ihren Verlauf nachhaltig positiv beeinflussen kann. Er beklagte, dass nach den deutschen S-3-Leitlinien erst in der zweiten Eskalationsstufe – also wenn weder NSAR und Glukokortikoide noch DMARDs und MTX geholfen haben - Biologika gegeben werden dürften. Nach den ACR- Recommandations und den CARRA-Protokollen würden in den USA - je nach Krankheitsaktivität - bereits am Anfang der Behandlung TNF-Blocker eingesetzt. Fölls Fazit: „Wir müssen weg von der Ausschlussdiagnose, hin zu einer Frühdiagnose. Die Therapieentscheidung muss hin zu einer effektiven Frühtherapie und wir müssen klare Ziele setzen. Die Behandlung sollte zunächst nach einem Standardverfahren erfolgen, später aber individuell angepasst werden“.

Zu spät behandelt bei Kindern und Jugendlichen wird auch die Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA), so Dr. Anton Hospach vom Olgahospital Stuttgart. Er plädierte wie seine Vorredner für eine frühzeitige TNF-Blockade bei axialem Befall der EAA.