Hospiz in Magdeburg bietet Sterbebegleitung für Kinder

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Familien mit einem sterbenskranken Kind sind zu Hause oft überfordert. Seit zwei Jahren gibt es Sachsen-Anhalts einziges Kinderhospiz als Wegbegleiter – ob stationär oder ambulant.

In Sachsen-Anhalts einzigem stationären Kinderhospiz in Magdeburg sind in den ersten beiden Jahren rund 80 Kinder aufgenommen worden. Auch 45 Eltern und 18 Geschwisterkinder wohnten zeitweise in dem Haus auf dem Gelände der Pfeifferschen Stiftungen, wie Sprecherin Ulrike Petermann der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das Kinderhospiz war vor zwei Jahren (6. März 2013) offiziell eröffnet worden. Hier werden kranke und sterbende Kinder sowie ihre Familien betreut.

Seit der Inbetriebnahme wurden laut Petermann mehr als 1,25 Millionen Euro gespendet. Auch in Zukunft sei die Einrichtung auf Spenden angewiesen. Nötig seien rund 400 000 Euro pro Jahr.

Am Eingang begrüßt ein großer gemalter Baum die Hereinkommenden. Er sei geschmückt mit vielen größeren Schmetterlingen, deren Flügel aus den Fußabdrücken der hier aufgenommenen Kinder bestehen, erklärt Petermann. Familien und Hospiz-Mitarbeiter hätten inzwischen ein Ritual entwickelt: Jedes Kind gestaltet aus seinem Fußabdruck einen Schmetterling. “Dieses Ritual hilft, dass wir uns an die Kinder erinnern, die diese Welt verlassen haben. So können wir darüber sprechen”, sagte Hospiz-Leiterin Berit Wallmann.

Nicht nur die Pflege sei entscheidend, sondern auch die Beratung, sagte der Vorstandsvorsitzende der Pfeifferschen Stiftungen, Christoph Radbruch. “Dort hatten wir den größten Lerneffekt.” Auch Familien, die nicht stationär aufgenommen würden, nutzten das Team als Ansprechpartner. Dabei gehe es um Fragen der Pflege und um Soziales. Der Sozialdienst habe 520 Beratungsstunden geleistet, die psychosoziale Beratung von Familien nahm rund 130 Stunden in Anspruch. Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten werden von einem Palliativ-Care-Team zu Hause begleitet.

Das Kinderhospiz war 2013 für jeweils bis zu acht Kinder Aufnahmekapazität eröffnet worden. Damit es starten konnte, spendeten rund 6000 Menschen. So waren rund 750 000 Euro zusammengekommen. Für den Betrieb seien weiterhin Spenden nötig, denn die Krankenkassen zahlten nicht für die kompletten Behandlungskosten. Das Geld sorgt zudem dafür, dass Geschwisterkinder und Eltern betreut werden können.

Text und Foto: dpa /fw

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