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Immer mehr Ärzte in Deutschland

Bei vielen Patienten gibt es Unmut wegen langer Wartezeiten, auf dem Land fehlen Praxen. Dabei schrumpft die Ärzteschaft insgesamt gesehen nicht - ganz im Gegenteil. Auch die Berufsvertreter sehen Probleme.

Mittlerweile rund 385.000 Mediziner im Land

Bei vielen Patienten gibt es Unmut wegen langer Wartezeiten, auf dem Land fehlen Praxen. Dabei schrumpft die Ärzteschaft insgesamt gesehen nicht - ganz im Gegenteil. Auch die Berufsvertreter sehen Probleme.

In Deutschland gibt es immer mehr Ärzte. Ihre Gesamtzahl stieg im vergangenen Jahr um 6500 auf rund 385.000, wie die Bundesärztekammer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dabei gab es bei Krankenhausärzten ein Plus von 2,1 Prozent auf 198.500. Die Zahl der niedergelassenen Ärzte sank dagegen um 1,1 Prozent auf 118.400. Die Berufsvertretung warnte trotz der Zahlen vor einem drohenden Mangel, da in der älter werdenden Bevölkerung der Behandlungsbedarf zunehme. "Wer nur Köpfe zählt, macht es sich zu einfach", sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery. "Uns fehlen Arztstunden."

Ohne Gegensteuern auch mit stärkerer Ausbildung werde sich dieser Mangel verschärfen. Gebraucht würden mindestens zehn Prozent mehr Studienplätze für Medizin. "Ein großer Teil unserer Ärzte arbeitet am Limit", sagte Montgomery. Unter den niedergelassenen Medizinern sind weiterhin nur 2,7 Prozent jünger als 40 Jahre. Zugleich stieg der Anteil der mindestens 60-Jährigen um 1,3 Punkte auf 33,9 Prozent. Insgesamt sind 46,8 Prozent (2016: 46,5 Prozent) der Ärzteschaft Frauen. Knapp 2000 Ärzte verließen Deutschland. Die meisten (641) zog es wie in den vergangenen Jahren zum Praktizieren in die Schweiz.

Bundesärztekammer kritisiert große Koalition

Die Bundesärztekammer kritisierte geplante "dirigistische Eingriffe" der großen Koalition bei Sprechstundenzeiten. Diese Pläne trügen nicht dazu bei, eigene Praxen attraktiver zu machen. Schon jetzt arbeiteten niedergelassene Vertragsärzte im Schnitt mehr als 50 Stunden pro Woche. Notwendig sei eine stärkere Flexibilisierung.

Union und SPD wollen angesichts teils langer Wartezeiten auf Termine festlegen, dass Ärzte künftig 25 statt 20 Stunden pro Woche für Kassenpatienten reservieren müssen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bekräftigte, diese Pläne seien richtig. Die gesetzliche Krankenversicherung finanziere die Versorgung von 90 Prozent der Bevölkerung. "Da ist es nicht zu viel verlangt, dass deren Versorgung auch den allergrößten Teil der Arbeitszeit von Ärzten einnimmt", sagte Sprecher Florian Lanz.

Patientenschützer begrüßen Anhebung der Präsenzpflicht

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßte eine Anhebung der Präsenzpflicht für niedergelassene Kassenärzte auf 25 Wochenstunden. Es sei aber "Pflicht der Kassenärztlichen Vereinigungen, das in der Paxis zu überprüfen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Ohne Strafe ist die Regelung ein Papiertiger." Zudem müssten Hausärzte wieder in die Pflicht genommen werden, gerade bettlägerige Patienten daheim zu besuchen. Pflegebedürftige fänden kaum noch Ärzte, die dies tun.

Die Ärztekammer erläuterte, die Zuwanderung von Medizinern sei weiterhin recht hoch. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der gemeldeten Ärzte aus der EU und anderen Staaten um 4000 auf 50.800. Gerade in ländlichen Regionen leisteten Ärzte aus dem Ausland einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung, sagte Montgomery. "Wir können und sollten aber nicht versuchen, unser Fachkräfteproblem im ärztlichen Dienst durch Zuwanderung zu lösen."