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Esanum is an online network for approved doctors

Esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

Esanum est la plate-forme médicale sur Internet. Ici, les médecins ont la possibilité de prendre contact avec Une multitude de collègues et de partager des expériences interdisciplinaires. Les discussions portent à la fois sur les Observations de la pratique, ainsi que des nouvelles Et les développements de la pratique médicale quotidienne.

Immer mehr Todesfälle durch Diätpillen

Neues Jahr, neues Glück – das haben sich jedenfalls viele für das Jahr 2017 vorgenommen. Nach dem deftigen Schlemmen während der Feiertage verspüren nun viele den Drang, ihr angesammeltes Hüftgold wieder loszuwerden.

Neues Jahr, neues Glück – das haben sich jedenfalls viele für das Jahr 2017 vorgenommen. Nach dem deftigen Schlemmen während der Feiertage verspüren nun viele den Drang, ihr angesammeltes Hüftgold wieder loszuwerden.

Neben diversen Neuanmeldungen im Fitnessstudio wird auch vermehrt auf Diätpillen gesetzt. So machten im Jahr 2013 nur 0,28 Millionen Deutsche ein bis zwei Mal im Monat von Schlankheitsmitteln Gebrauch, 2016 stieg dieser Anteil auf 0,42 Millionen an. Wie gefährlich sind diese Mittel?

Zunächst einmal gilt es zwischen pflanzlichen und medikamentösen Substanzen zu differenzieren. Pflanzlich deklarierte Schlankmacher werden oftmals als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet und dürfen keine arzneiliche Wirkung nach sich ziehen. Ein Zulassungsverfahren müssen sie demnach auch nicht durchlaufen.

Verbotene Wirkstoffe in pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln

Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden in einigen Ergänzungsmitteln jedoch pharmakologische Wirkstoffe nachgewiesen, die zum Teil hoch dosiert waren. Für großes Aufsehen haben Kapseln gesorgt, die nicht nur aus "Pulver chinesischer Pflanzen" zusammengesetzt waren, sondern zudem den gefährlichen Wirkstoff Sibutramin enthielten. Sibutramin ist im Jahr 2010 weltweit offiziell vom Markt genommen worden, weil die Nebenwirkungen – zum Beispiel starke Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz – zu gravierend sind. Mehr als 34 Menschenleben hätte die Einnahme gekostet.

Für den Verbraucher ist es nahezu unmöglich, diese schwarzen Schafe zu identifizieren. Deshalb sollte ärztliche Hilfe konsultiert werden, denn der Arzt kann schwammig deklarierte Inhaltsstoffe in jedem Fall besser beurteilen und aus seinen Erfahrungswerten schöpfen.

Entscheidet man sich bewusst für pharmakologische Maßnahmen, so kann aus einer weiten Bandbreite geschöpft werden. Im letzten Jahr wurde eine Studie veröffentlicht, die medikamentöse Adipositastherapien evaluiert. Das Medikament Qsymia – eine Zusammensetzung aus Phentermin und Topiramat – lieferte mit Abstand die besten Ergebnisse. Von den Probanden, die Qsymia einnahmen, hatten 75 Prozent einen signifikanten Gewichtsverlust. Die Kombination dieser Wirkstoffe steht unter dem Verdacht, den Appetit zu zügeln und den Energieverbrauch zu erhöhen. Allerdings hat auch diese Medaille eine Kehrseite. Die Einnahme kann verheerende Nebenwirkungen wie kognitive Störungen, metabolische Azidose und Herzrasen nach sich ziehen. Über 670 Todesfälle gab es bereits infolge dieser Zusammensetzung, ungeachtet dessen ist dieses Medikament im Vereinigten Königreich frei zugänglich.