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Immuntherapie bei Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches

Immuntherapie ist wirksam bei rezidiviertem / metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches

Die auf den PD1-Rezeptor abzielende Immuntherapie erreicht eine klinisch signifikante antitumorale Aktivität bei rezidiviertem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC). Sowohl mit Pembrolizumab als auch mit Nivolumab werden nach einem Jahr Therapie Überlebensraten von 35% und progressfreie Überlebensraten von 20% nach sechs Monaten Behandlung erreicht. Diese Ergebnisse wurden auf einem Symposium zur klinischen Forschung im Rahmen des ASCO Annual Meetings 2016 in Chicago präsentiert.

Die Prognose für Patienten mit Platintherapie-refraktärem, rezidivierten oder metastasierten HNSCC lässt bislang extrem zu wünschen übrig. Das mittlere Gesamtüberleben liegt bei sechs Monaten. Das HNSCC kann sich der zellulären Immunantwort des Patienten durch die Expression von T-Zell-supprimierenden Liganden wie PDL-1 entziehen. PDL-1 wird regelmäßig sowohl vom HPV-positiven als auch vom HPV-negativen HNSCC exprimiert. Pembrolizumab und Nivolumab sind beides Antikörper, die die Interaktion zwischen PD1 und PDL1 inhibieren können.
Die Phase-III-CheckMate-141-Studie wies Patienten mit Platintherapie-refraktärem, rezidivierten oder metastasierten HNSCC randomisiert entweder eine Therapie mit Nivolumab (3 mg/kg q2w/zweiwöchentlich, n = 240 Patienten) oder eine Monochemotherapie (Methotrexat, Docetaxel oder Cetuximab, n = 121 Patienten) zu. “Das mittlere Gesamtüberleben im Nivolumab-Arm lag bei 7,5 Monaten, mit Gesamtüberlebensraten von 60% nach sechs Monaten und von 36% nach 12 Monaten.”, zeigte Dr. Robert Ferris (University Pittsburgh Medical Center, Pittsburgh). “Dagegen betrug das mittlere Gesamtüberleben in der Chemotherapiegruppe 5,1 Monate mit Gesamtüberlebensraten von 43% und 17% nach jeweils sechs beziehungsweise 12 Monaten. Darüber hinaus lag das mittlere progressfreie Überleben im Nivolumab-Arm bei 2,0 Monaten, verglichen mit 2,3 Monaten in der Chemotherapie-Gruppe. Progressfreie Überlebensraten nach sechs Monaten betrugen jeweils 20% und 10%.”

Die Wirksamtkeit von Pembrolizumab bei rezidiviertem oder metastasiertem HNSCC wurde in der 1b-Keynote-012- sowie der Phase-2-Keynote-055-Studie evaluiert. Die Ergebnisse wurden jeweils von Dr. Ranee Mehra (Fox Chase Cancer Center, Philadelphia) und Dr. Joshua Bauml (University of Pennsylvania, Philadelphia) auf der ASCO 2016 vorgestellt. Die Resultate aus beiden Studien bestätigten die Ergebnisse der CheckMate-141-Studie. Die mittlere Überlebensrate lag in beiden Keynote-Studien bei 8,0 Monaten. Die Gesamtüberlebensraten betrugen 58% und 65%, während die Überlebensraten nach 12 Monaten bei 30% und 38% lagen. Das mittlere progressfreie Überleben betrug jeweils 2,1 und 2,0 Monate, während das mittlere progressfreie Überleben nach sechs Monaten bei 24% und 25% lag. Dr. Bauml sagte: “Ich denke, wir dürfen feststellen, dass Pembrolizumab eine sehr vielversprechende Therapie für eine Patientenpopulation mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten darstellt.”

In allen drei Studien sprachen Patienten mit HPV-positivem Tumor besser auf den immuntherapeutischen Wirkstoff an als Patienten mit HPV-negativem Tumor. Außerdem dient der PDL1-Expressions-Status als Vorhersageparameter: PDL1-positive Tumoren (z.B. > 1% PD1-Expression) zeigten ein besseres Ansprechen als PDL1-negative Tumoren (z.B. < 1% PDL1-Expression). In allen Studien wurde die Immuntherapie gut vertragen, unerwünschte Ereignisse traten in dem Maße auf, wie ma sie für derartige Wirkstoffe erwartet. “Diese Studienergebnisse spenden Hoffnung für Patienten mit rezidiviertem oder metastasiertem HNSCC.”, schloss Dr. Ferris.