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Psychologie: Hilft Heavy Metal der geistigen Gesundheit von Jugendlichen?

Heavy Metal soll eine wichtige Rolle bei der geistigen Gesundheit von Jugendlichen spielen. Besonders, wenn sich diese in schwierigen Situationen befinden. Eine Untersuchung, wie sich diese Musik psychosozial auswirkt, wurde kürzlich im Journal of Community Psychology veröffentlicht.

Forscher widerlegen Vorurteile gegenüber Metal-Musik

Heavy Metal soll eine wichtige Rolle bei der geistigen Gesundheit von Jugendlichen spielen. Besonders, wenn sich diese in schwierigen Situationen befinden. Eine Untersuchung, wie sich diese Musik psychosozial auswirkt, wurde kürzlich im Journal of Community Psychology veröffentlicht.

Die Forscher geben an, dass Heavy Metal Musik zu einem verbesserten sozioemotionalen Agieren von Jugendlichen beiträgt, die sich ausgegrenzt oder benachteiligt fühlen. Sie haben festgestellt, dass Heavy Metal Musik für einige Fans als eine Art Schutzfunktion der psychosozialen Gesundheit und negativer Umweltfaktoren fungiert.

Durch die qualitative Analyse von Interviews mit selbsternannten "Metalheads" in Australien, haben die Forscher Paula Rowe und Bernard Guerin von der University of South Australia, kürzlich die Funktion von Heavy Metal Musik bei der Identitätsentwicklung, sozialen Orientierung und emotionalen Erfahrungen untersucht. Zu dem Probandenpool gehörten jugendliche Hörer.

Einige Studien haben Musik mit positiven Auswirkungen auf Kindheit, Jugend und das spätere Erwachsenenleben verbunden. Metal und emotionale ("emo") Musik wurden aber bisher weniger wissenschaftlich untersucht. "Es gibt einen Mangel an guter Forschung junger Metalheads", schreiben Rowe und Guerin. In den wenigen Forschungsarbeiten, die in diesem Bereich durchgeführt wurden, kristallisierten sich Verbindungen zwischen Internalisierungsproblemen (und gewalttätigem Verhalten) unter Jugendlichen und der Präferenz für Metal Musik heraus, doch die Autoren argumentieren, dass die bisherigen Studien soziale Umstände und Umwelteinflüsse außer Acht gelassen haben. Sie lehnen die starke Vereinfachung dieser Untersuchungen ab, indem sie andeuten, dass vorige Forschungen auf die Frage reduziert wurden, ob Jugendliche mit Charakteristika geistiger Störungen Metal Musik bevorzugen oder zu welcher Anzahl Metalheads psychische Störungen aufweisen.

Vorangegangene Studien haben sich nur von außen mit der geistigen Gesundheit von Metal Fans auseinandergesetzt. Rowe und Guerin hingegen führten Interviews mit ausgewählten 18-24 Jahre alten Metalheads durch. Um eine Beeinflussung beziehungsweise Verfälschung der Studienergebnisse zu vermeiden, führten die Forscher minimale Untersuchungen durch und ermöglichten so einen natürlichen Gesprächsfluss. Vier Hauptthemen kristallisierten sich bei der Analyse der Teilnehmer, welche Beziehung sie zu Metal Musik haben, heraus:

Rowe und Guerin haben herausgefunden, dass Heavy Metal Musik nicht nur eine Möglichkeit der Ausflucht und der Befreiung für Jugendliche, die Ausgrenzung erfahren haben, bietet, sondern auch eine Art der informellen Therapie darstellt. Rowe und Guerins Ergebnisse liefern ein starkes Argument, denn sie deuten an, dass die Befreiung, die intensive emotionale Musik bietet, hilfreich für junge Menschen sein kann, die sich in emotional eher schwierigen Situationen befinden.