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Erhöhen Social-Media-Plattformen das Depressionsrisiko?

Verglichen mit der Gesamtzeit, die junge Erwachsene auf sozialen Medien verbringen, scheint die Nutzung von mehreren Plattformen stärker mit Depressionen und Angst verbunden zu sein. Zu diesem Ergebnis kam eine Forschungsarbeit der University of Pittsburgh.

Die entsprechende Analyse wurde unlängst online veröffentlicht und erscheint im April in der Print-Ausgabe der Zeitschrift Computer in Human Behavior. Die Arbeit konnte zeigen, dass Menschen, die sieben bis elf Social Media-Plattformen nutzen, ein dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen haben. Verglichen wurden sie dabei mit Altersgenossen, die keine bis höchstens zwei Plattformen in Gebrauch haben. Diese Tendenz blieb auch dann bestehen, als die Wissenschaftler die Gesamtzeit, die die Teilnehmer auf Social Media-Plattformen verbrachten, zwischen den beiden Gruppen angepasst haben.

Erstautor Brian A. Primack berichtet, dass die entdeckte Verbindung stark genug sei, sodass Kliniker ernsthaft erwägen sollten, ihre Patienten mit Depressionen und Angststörungen nach der Nutzung mehrerer Plattformen zu fragen. Auch sollten sie im Falle einer positiven Antwort darauf hinweisen, dass sich dieses Verhalten möglicherweise auf ihre Symptome auswirken kann. Obwohl es anhand dieser Studie nicht möglich ist zu sagen, ob depressive und ängstliche Menschen eher dazu neigen mehrere Plattformen zu nutzen oder ob die Verwendung von mehreren Plattformen zu Depressionen und Angstzuständen führen kann, seien die Ergebnisse, laut Primack, in jedem Fall potentiell wertvoll.

Im Jahr 2014 untersuchten Primack und seine Kollegen 1.787 amerikanische Erwachsene im Alter von 19 bis 32. Mit Hilfe eines etablierten Depressions Assessment Tools sowie Fragebögen, bestimmten sie unter allen Teilnehmern die individuelle Nutzung sozialer Medien.

Die Fragebögen stellten Fragen zu den gegenwärtig elf beliebtesten Social-Media-Plattformen: Facebook, YouTube, Twitter, Google Plus, Instagram, Snapchat, Reddit, Tumblr, Pinterest, Vine und LinkedIn.

Nutzer von sieben bis elf Plattformen hatten 3,1-fach erhöhtes Risiko für verstärkte depressive Symptome

Teilnehmer, die sieben bis elf Plattformen verwendeten, berichteten mit einer 3,1-fach erhöhten Wahrscheinlichkeit, von verstärkten depressiven Symptomen. Verglichen wurden sie mit Altersgenossen, die lediglich null bis maximal zwei Plattformen nutzten. Darüber hinaus beklagten diejenigen, welche viele Plattformen verwendeten 3,3-mal häufigere Angst-Symptome als ihre Altersgenossen, die weniger Plattformen in Gebrauch haben. Die Forscher überprüften die auffälligen Teilnehmer hinsichtlich des Vorhandenseins anderer Faktoren, die zu Depression und Angst beitragen können. Darunter Rasse, Geschlecht, Beziehungsstatus, Haushaltseinkommen, Bildung sowie die jeweilige Zeit, die mit sozialen Medien verbracht wurde.

Primack, der an der University of Pittsburgh auch Professor für Medizin ist, betonte jedoch, dass die Ausrichtung dieser Assoziation momentan noch unklar sei.

So könnte es sein, dass Menschen, die unter den Symptomen einer Depression oder Angst leiden, dazu neigen, nachträglich eine breitere Palette von Social-Media-Outlets als Reaktion auf die Störungen einzusetzen. Es ist denkbar, dass diese Menschen auf diese Weise mehrere Wege ausprobieren und gehen, um sich selbst wohl und akzeptiert zu fühlen, so Primack. Allerdings könnte es genauso gut sein, dass der Versuch, seine Präsenz auf mehreren Plattformen gleichzeitig aufrechtzuerhalten, erst zu Depressionen und Angststörungen führen kann.

Sozialer Druck geht mit negativen Emotionen einher

Primack und sein Team haben mehrere Erklärungsansätze, warum die multiple Social-Media-Nutzung die Entstehung oder Aufrechterhaltung von Depression und Angst fördern kann:

Der Koautor und Psychater Ceas G. Escobar-Viera, Arzt, PhD und Postdoc-Mitarbeiter am Pitt Health Insitute und am CRMTH, betont, dass eine breite Untersuchung der Social-Media-Nutzung und der Erfahrungen, die Nutzer mit diesen Plattformen machen, notwendige Schritte auf dem Weg zu einem besseren Verständnis sind. Ebenso sollte die genaue Art der Depressionen und Angststörungen, welche diese Nutzer betreffen, besser erforscht werden. Zuletzt sollte diese Forschung eingesetzt werden, um öffentliche Gesundheitsinterventionen zu entwickeln, welche so personalisiert wie möglich sind.