Kaum konkrete Pläne für den Pflegefall

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Sorgen um eine Zukunft als Pflegefall machen sich viele – konkrete Vorbereitungen treffen die wenigsten. Gesundheitsminister Gröhe rückt rückt das Thema nun wieder in den Fokus.

Pflege ist bei der Generation “50 plus” in Deutschland ein großes Thema voller Sorgen – doch die wenigsten bereiten sich konkret aufs eigene Pflegerisiko vor. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. An diesem Montag will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in Berlin seine Pflegereformen erläutern.

Rund 72 Prozent der Befragten finden es “extrem wichtig”, wie sie im Pflegefall versorgt werden. Jeder Zweite macht sich laut dem “WIdOmonitor” Sorgen über Pflegebedürftigkeit. Doch konkrete Aktivitäten und Schritte deswegen haben nur die wenigsten ergriffen.

So hat sich nur jeder Vierte nach eigenen Angaben schon einmal in einer Beratungsstelle oder durch die eigene Krankenkasse über Hilfen bei Pflegebedürftigkeit informiert. Unter den pflegenden Angehörigen und Menschen, die die eigene Gesundheit als schlecht einschätzen, sind es jeweils mehr als jeder Dritte.

Die eigene Wohnsituation schätzt weniger als ein Drittel als altersgemäß eingerichtet ein. Jeder Zweite hat schon einmal mit einem anderen Menschen darüber gesprochen, wie er im Fall eigenen Pflegebedürftigkeit gepflegt werden will. Auf die Frage, ob sie sich für eine eigene Versorgung in einem Heim, Betreutes Wohnen oder eine andere Einrichtung angemeldet oder auf eine Warteliste haben setzen lassen, sagen insgesamt 3,5 Prozent aller Befragten “Ja”.

Mehr als ein Viertel der Befragten denkt aber häufig oder sehr häufig darüber nach, wie er oder sie selbst später einmal gepflegt werden wollen. Mehr als jeder Dritte der Über-50-Jährigen macht sich nie oder nur selten darüber Gedanken.

Wie sieht die Generation “50 plus” die Frage nach einem Pflegeheim für sich selbst anstelle von häuslicher Pflege? Einerseits wird die Belastung von Angehörigen als Problem gesehen – anderseits erscheint eine gute stationäre Pflege vielfach als zu teuer. Geringverdiener mit einem Haushaltseinkommen unter 1000 Euro stimmen dem zu 80 Prozent zu, Besserverdiener mit mehr als 3000 Euro halten ein gutes Heim immerhin noch zu 63 Prozent für zu teuer.

Zwei Drittel der Befragten nehmen einen Umzug in ein Pflegeheim in Kauf – wenn sie dafür unabhängig bleiben können und niemanden überlasten.

An diesem Freitag wird im Bundestag die jüngste Pflegereform von Gesundheitsminister Gröhe beraten. Eingeführt werden soll eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit – vor allem mehr Menschen mit Demenz sollen von Pflegeleistungen profitieren.

Text: dpa /fw

Foto: Melpomene / Shutterstock.com

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