esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Kein Zusammenhang von Testosteron und Haarausfall

Wenn Männer eine Glatze haben, hat das nichts mit dem Sexualhormon Testosteron zu tun. Das zumindest sagen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald. Sie haben Daten von 373 Männern ausgewertet – und keinen Zusammenhang entdeckt.

Greifswalder untersuchen Zusammenhang von Testosteron und Haarausfall 

Wenn Männer eine Glatze haben, hat das nichts mit dem Sexualhormon Testosteron zu tun. Das zumindest sagen Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald. Sie haben Daten von 373 Männern ausgewertet – und keinen Zusammenhang entdeckt.

Die Glatze ist kein Hinweis auf den Testosteron-Spiegel des Mannes und dessen sexuelle Potenz. Das haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald in einer jüngst veröffentlichten Studie an 373 Männern nachgewiesen.

Die Männer gehörten zu einer Gruppe von etwa 2000 männlichen Probanden im Alter von 20 bis 80 Jahren, die an der Bevölkerungsstudie SHIP-Trend (Study of Health in Pomerania) teilgenommen hatten und deren Sexualhormonspiegel im Blut bestimmt worden war. Bei den 373 Männern war zusätzlich von Dermatologen der Haarausfall nach einer siebenstufigen Skala (Norwood-Hamilton-Scale) beurteilt worden.  

Keine Hinweise auf Haarausfall durch Testosteron

Die Forscher der Universitätsmedizin Greifswald setzten nun den Haarstatus in Bezug zu den gemessenen Werten der Sexualhormone Testosteron, Androstendion und DHEAS. Dabei habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass Sexualhormone den Haarausfall begünstigen oder bremsen, sagte Studienleiter Professor Robin Haring.

Dass Männer mit zunehmendem Alter Haare verlieren, hat wohl eher genetische Ursachen. Die aktuell zuverlässigste Methode zur Glatzen-Prognose in zunehmendem Alter sei, sich das Haarwachstum des Vaters anzusehen, sagte Haring. Neben genetischen Faktoren, die für 70 bis 80 Prozent des Haarausfalls verantwortlich zu sein scheinen, stehe neueren Erkenntnissen zufolge das Hormon DHT, ein potentes Folgeprodukt von Testosteron, und das Gewebshormon Prostaglandin D2 unter Verdacht, männliche Haare dünner werden zu lassen.

Der Erfolg von auf Testosteron beruhenden Therapien gegen Haarausfall bei Männern sei jedoch fragwürdig, sagte Haring. Zudem seien solche Therapien zum Teil mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Die aktuelle Beobachtungsstudie stelle eine wichtige Ergänzung zu klinischen Studien dar, die bereits mit kleineren Fallzahlen zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren, sagte Haring.