Keine Masernimpfung: Schul- und Kitaverbot für 330 Kinder

Weil sie nicht gegen Masern geimpft waren, sind in diesem Jahr in Berlin mindestens rund 330 Kinder zeitweilig von Kitas und Schulen ausgeschlossen worden. Das geht aus der Antwort der Gesundheitsv

Weil sie nicht gegen Masern geimpft waren, sind in diesem Jahr in Berlin mindestens rund 330 Kinder zeitweilig von Kitas und Schulen ausgeschlossen worden.

Das geht aus der Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine Anfrage der Piraten-Abgeordneten Martin Delius und Alexander Morlang hervor. Zum Schutz vor einer Infektion mit dem hochansteckenden Virus mussten demnach 208 Kinder ihren Schulen und 119 ihren Kitas fernbleiben. Ausschlüsse hätten sich nach dem Einzelfall gerichtet und einen Tag bis hin zu 14 Tagen gedauert. Die Verwaltung hatte auf die Anfrage bereits Anfang März geantwortet, veröffentlicht wurde die Stellungnahme am Donnerstag.

Seit Ausbruch der Masernwelle im Oktober 2014 sind in Berlin mehr als 1000 Menschen an Masern erkrankt. Die Gesundheitsämter haben den Angaben nach keine Schul- oder Kitaschließungen angeordnet. Nach Medienberichten waren mehrere Schulen von Ausbrüchen betroffen, eine Schule war im Februar einen Tag geschlossen geblieben – allerdings auf Anordnung des Schulleiters. Auch ungeimpfte Lehrer wurden aus dem Dienst genommen. In Erfurt sind nach einem Ausbruch an einer Schule in den vergangenen Wochen mindestens 50 Menschen an Masern erkrankt.

Text: dpa /fw