Kliniken setzen verstärkt auf ambulante Behandlungen

Eine Behandlung im Krankenhaus, bei der man nicht in der Klinik übernachten muss: Tageskliniken liegen in Thüringen regelrecht im Trend. Vor allem psychiatrische Erkrankungen werden so behandelt. E

Eine Behandlung im Krankenhaus, bei der man nicht in der Klinik übernachten muss: Tageskliniken liegen in Thüringen regelrecht im Trend. Vor allem psychiatrische Erkrankungen werden so behandelt.

Etwa jedes zweite klassische Krankenhaus in Thüringen setzt inzwischen auf die ambulante Behandlung von Patienten. An 20 der 38 sogenannten Akutkliniken gibt es nach Daten des Gesundheitsministeriums Tageskliniken, die die Patienten morgens aufsuchen und nach der Therapie am Nachmittag wieder verlassen – ohne Übernachtung. Bei einer Akutklinik handelt es sich um eine stationäre Einrichtung.

Genutzt wird diese Behandlungsform vor allem in der Psychiatrie, wo die Kapazitäten in Tageskliniken seit Jahren stetig ausgebaut werden. Ministerium und Landeskrankenhausgesellschaft gehen hier von einem weiter steigenden Bedarf aus. Auch Menschen mit altersbedingten Erkrankungen bekommen häufig in Tageskliniken eine Therapie.

Allein 14 Thüringer Krankenhäuser, darunter die großen Fachkrankenhäuser in Stadtroda, Mühlhausen und Hildburghausen, haben psychiatrische Tageskliniken für Erwachsene, Kinder und Jugendliche mit insgesamt rund 600 Plätzen.

“Tagesklinische Behandlungen eignen sich vor allem für leichtere Erkrankungsformen oder zur Nachbehandlung nach einem Krankenhausaufenthalt”, sagte Renate Mager, Referatsleiterin bei der Landeskrankenhausgesellschaft. Nicht zuletzt habe auch der medizinische Fortschritt zum Boom bei Tageskliniken geführt.

“Nicht alle Krankheiten müssen heutzutage noch vollstationär behandelt werden.” Für die Krankenkassen seien Tagesbehandlungen zudem günstiger als ein Krankenhausaufenthalt mit Übernachtungen.

Aktuelle Zahlen zur Gesamtzahl der Plätze konnte das Ministerium nicht nennen. Im derzeit geltenden 6. Thüringer Krankenhausplan sind nur Tagesklinik-Kapazitäten für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Geriatrie (Altersmedizin) festgeschrieben. Für alle anderen Fachgebiete – zum Beispiel Innere Medizin, Dermatologie oder Strahlentherapie – können die Kliniken mit den gesetzlichen Krankenkassen separate Vereinbarungen treffen. Sie sind damit nicht Teil der Krankenhausplanung.

Derzeit verhandeln Land, Krankenhäuser und Krankenkassen über den neuen Krankenhausplan, der 2017 in Kraft treten soll.

Text und Foto: dpa /fw

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