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Obdachlosen geht es psychisch und physisch immer schlechter

Ausreichend Schlafplätze - aber medizinische Defizite bei Obdachlosen

Obdachlose sind in Berlin inzwischen vielerorts allgegenwärtig. Auch an harten Wintertagen harren viele im Freien aus, obwohl es Hilfe gibt. Im vergangenen Winter blieben teils sogar Schlafplätze frei. Berlin konnte Obdachlosen in diesem Winter ausreichend Schlafplätze im Warmen anbieten. Sowohl die Träger der Kältehilfe als auch Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) bilanzierten am Donnerstag, die Nachfrage sei gedeckt worden.

Die Auslastung lag im Schnitt bei rund 90 Prozent, wobei zentral gelegene Anlaufstellen aber zum Teil deutlich überbelegt waren. Dort mussten die Menschen enger zusammenrücken. Am 31. März endet die Kältehilfe-Saison für diesen Winter.

"Die vom Berliner Senat geplanten und finanzierten 1000 Plätze sind ausreichend. Sie sollten in der nächsten Saison wieder angeboten werden", sagte die Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz, Barbara Eschen. Sie mahnte aber: "Schon jetzt wissen wir von Immobilien, die im nächsten Winter nicht mehr zur Verfügung stehen werden." Hier sei Hilfe von Bezirken und Immobilienbesitzern nötig.

Aus Mangel an Immobilien war die Kältehilfe im November zunächst mit weniger Plätzen an den Start gegangen. Ab Dezember kam ein Hangar des Ex-Flughafens Tempelhof mit 100 Plätzen hinzu - dadurch sei das Angebot von 920 Plätzen gesichert worden, so Breitenbach. Die Senatorin bekräftigte, sie wolle die Kältehilfe der kommenden Saison früh planen und in der Wohnungslosenhilfe von Grund auf umsteuern: "Wir müssen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren."

Sorge bereitet den Hilfsorganisationen der Gesundheitszustand vieler Obdachloser. Den Menschen auf der Straße gehe es psychisch und physisch immer schlechter, sagte Eschen. Bei etwa 20 Prozent aller Übernachtungen gebe es erhöhten Pflegebedarf, schilderte Ulrich Neugebauer von der Berliner Stadtmission. Dafür sei eigentlich geschultes Fachpersonal nötig. Die Kältehilfe leisten aber größtenteils Ehrenamtliche. Eschen appellierte, eine Krankenstation und ein Hospiz für Obdachlose seien dringend nötig.

Die Zahl der Obdachlosen in Berlin ist unbekannt. Nach Schätzungen sind es bis zu 10 000 - Tendenz steigend.