Krebsmedikament verbessert Gedächtnisleistung

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Neue Studie deutet auf eine mögliche Verbesserung der Gedächtnisleistung durch Einnahme eines Krebsmedikamentes hin.

An der Rutgers University wurde eine Studie (DOI: 10.1523/JNEUROSCI.0914-15.2015) durchgeführt, bei welcher sich herausstellte, dass Ratten, denen eine spezielle Medikation verabreicht wurde, ein besseres Erinnerungsvermögen aufwiesen. Infolgedessen waren die Tiere auf bestimmte Stimuli sichtbar eingestellt und reagierten deutlicher als üblich. Das Ganze sei darauf zurückzuführen, dass neue Verknüpfungen im Gehirn entstehen.

Gedächtniserweiterung unter neurologischen Bedingungen wie Alzheimer, ist oftmals nur eingeschränkt und in einigen Fällen auch garnicht mehr möglich, sobald der Patient ein fortgeschrittenes Stadium der Krankheit erreicht hat. Das Medikament könnte die Fähigkeit retten, neue Erinnerungen, die bedeutende Inhalte tragen, zu speichern. So Kasia M. Bieszczad, Hauptautorin und Assistenz-Professorin der Verhaltens- und Neurowissenschaft an der psychologischen Fakultät.

So wie bei der Alzheimererkrankung ist es auch bei Demenzerkrankungen der Fall, dass Gehirnzellen schrumpfen und absterben, da die Synapse, die Informationen zwischen den Neuronen überträgt, nicht mehr stark genug ist.

Medikament fand im Rahmen einer Krebstherapie Verwendung

Das an Tieren getestete Medikament wird als HDAC Inhibitor klassifiziert, es fand im Rahmen einer Krebstherapie Verwendung, um das Agieren von Zellen, welche gesunde  Zellen in Krebszellen umwandeln, zu stoppen. Im Gehirn bewirkt dieses Medikament, dass die Neuronen besser in der Lage sind, Verknüpfungen herzustellen. Darüber hinaus ist mit Veränderungen zu rechnen, die das Gedächtnis effizienter arbeiten lassen.

Die Laborratten wurden darauf konditioniert auf bestimmte Stimuli zu reagieren,  anschließend erhielten sie eine Belohnung. Bei Medikation nach dem Training dokumentierten die Wissenschaftler, dass diese Ratten einen signifikant größeren Wiedererkennungseffekt aufwiesen, als die Ratten, die dieses Medikament nicht verabreicht bekommen haben.

Sowohl Patienten, die nach einer Krankheit oder nach einem Unfall das Sprechen neu erlernen, als auch Menschen mit einem Cochlea-Implantat, könnten von dieser Therapiemethode in  Zukunft profitieren.

Die Überempfindlichkeit im Verarbeiten von auditiven Informationen befähigt die Neuronen sich zu reorganisieren und neue Pfade zu erschaffen – ein nun größerer Anteil des angeeigneten Informationsgehaltes wird Bestandteil des Langzeitgedächtnisses. Menschen erinnern sich normalerweise  nicht detailliert an Erlebnisse, nicht alles Gesehene, Gehörte und Gefühlte wird abgespeichert. Was hier zu beobachten war, glich einer Momentaufnahme des tatsächlichen Geschehnisses, im Gegensatz zu spärlichen Überresten erlebter Ereignisse, so Bieszczad.

Text: esanum /df

Foto: RAJ CREATIONZSAlexander Raths / Shutterstock.com

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