Kritik an Umzugsplänen des bayerischen Gesundheitsministeriums

Zustimmung, aber auch Bestürzung: Die Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums haben sehr unterschiedlich auf den geplanten Umzug ihres Hauses nach Nürnberg reagiert. Die Grünen stellen derweil generell den Nutzen von Behördenverlagerungen in Frage.

An den Umzugsplänen für das bayerische Gesundheitsministerium ist Kritik laut geworden. Die Reaktionen der Mitarbeiter reichten von Zustimmung bis hin zu Bestürzung, sagte die Personalratsvorsitzende Petra Rück-Wallenberger am Montag. “Man sieht schon auch sorgenvolle Gesichter.” Als Beispiel nannte sie einen vierfachen Familienvater mit einem Haus im Münchner Umland.

Die Verlagerung werde in jedem Fall ein Kraftakt. Gleichzeitig versicherte sie, man werde nach sozialverträglichen Lösungen für die derzeit etwa 250 Mitarbeiter suchen und einigen von ihnen anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten oder zu pendeln.

Die Staatskanzlei hatte am Samstag angekündigt, dass das Ministerium nach Nürnberg umziehen soll. Bereits 2017 sollen laut Ressortchefin Melanie Huml (CSU) die ersten Mitarbeiter in Nürnberg arbeiten. Alle technischen Möglichkeiten sollten dabei genutzt werden – auch flexible Arbeitsplatzmodelle. “Wichtig ist: Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Niemand wird zwangsversetzt, niemand muss gegen seinen Willen umziehen”, betonte die Ministerin.

Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, Claudia Stamm, bezeichnete die Pläne als “Show-Geschichte”: Durch die Verlagerung sollten zwar neue Arbeitsplätze in Nürnberg entstehen. Doch gleichzeitig würden “heimlich, still und leise” knapp 100 Beamte von Nürnberger Finanzämtern abgezogen und nach Unterfranken geschickt. Stamm kritisierte zudem die Kosten: Mit zehn Euro pro Quadratmeter sei die Miete für das am Münchner Ostbahnhof gelegene und erst im Jahr 2013 gegründete Gesundheitsministerium günstiger als etwa die des Heimatministeriums in Nürnberg.

Zudem sei noch nie untersucht worden, ob Behördenverlagerungen wirklich die gewünschten positiven Effekte für die Region bringen. “Es macht keinen Sinn, ein Ministerium, das sich gerade erst aufgebaut hat und für das circa ein Drittel neue Mitarbeiter für den Standort München akquiriert worden sind, umzusiedeln”, sagte Stamm.

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