Künstliche Intelligenz als Schlüsselfaktor für die Zukunftsentwicklung

Folgen wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren: Schleswig-Holstein sieht in der Künstlichen Intelligenz einen Schlüsselfaktor für die Zukunftsentwicklung. Auf Bundesebene will der Norden dabei kräftig mitmischen und stellt Millionen bereit.

Schleswig-Holstein will bundesweit führende Rolle einnehmen

Folgen wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren: Schleswig-Holstein sieht in der Künstlichen Intelligenz einen Schlüsselfaktor für die Zukunftsentwicklung. Auf Bundesebene will der Norden dabei kräftig mitmischen und stellt Millionen bereit.

Beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) will Schleswig-Holstein bundesweit eine führende Rolle spielen. Die Landesregierung plane noch in diesem Jahr die Einrichtung eines Sondervermögens in Höhe von 4,5 Millionen Euro, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter. Der Gesetzentwurf sei dem Landtag zugestellt und könnte in erster und zweiter Lesung bis Oktober beschlossen werden. Außerdem wolle das Land bis zu 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) zur Verfügung stellen.

Vergleichbare Folgen wie industrielle Revolution

Die Nutzbarmachung von KI für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gehöre zu den bedeutendsten Zukunftsprojekten, betonte Schrödter. Sie werde mindestens so radikale Veränderungen zur Folge haben wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren.

Er stellte die strategischen Ziele und acht Handlungsfelder für Schleswig-Holstein vor - ein Papier, an dem fünf Ministerien arbeiteten. "Wichtig war es uns dabei auch, die Anschlussfähigkeit an die Förderprogramme des Bundes und der EU sicherzustellen."

Zu den strategischen Zielen der Landesregierung von CDU, Grünen und FDP gehört die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen - aber auch eine bürgerfreundlichere und effizientere Verwaltung. Zudem sollen Klimaschutz und Energiewende mit Hilfe von KI gestaltet werden. Und die Hochschulen im Norden sollen mit KI weltweit sichtbar werden.

Medizinische Institute bewerben sich für norddeutschen KI-Kompetenzverbund

"Sehr viel ist Zukunftsmusik", räumte Schrödter ein. Als konkrete Beispiele nannte er Chatbots in der Verwaltung. Bürger könnten sich dann rund um die Uhr im Dialog mit solchen Computern Informationen holen und sogar Entscheidungen bekommen - etwa die Genehmigung eines Anwohnerparkscheins. Im Bereich Medizin/Gesundheitswirtschaft bewerben sich Institute aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen für einen norddeutschen KI-Kompetenzverbund beim Bund. Projektziel ist der Aufbau eines "KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme". Die Polizei soll mobile Endgeräte erhalten und so bereits am Einsatzort Fallbearbeitungen erledigen können.

Neben den Chancen sollen auch mögliche negative Folgen von KI beachtet werden. Dies könnten Arbeitsplatzverluste oder Datenmissbrauch sein, sagte Schrödter. Auf die Frage, ob der Einsatz von KI etwa in der Verwaltung zur Gefahr für die Demokratie werden könne, wenn der Staat den Dialog mit dem Bürger per Maschine führe und damit Entfremdung drohe, meinte Schrödter: Im Vordergrund stehe erst einmal der Service-Gedanke. "Im übrigen ist klar, das nicht alles, was technisch möglich ist, auch in Zukunft gemacht wird." Es werde ein Expertenrat eingerichtet, der ethische und gesellschaftsrelevante Fragen aufgreifen solle.

"Wichtig ist, dass Schleswig-Holstein jetzt mit guten Projekten an den Start geht."

Der Bund will Forschung und Anwendung von KI bis 2025 mit drei Milliarden Euro unterstützen. Medienberichten zufolge ist das aber im Vergleich zu den Ausgaben der USA und Chinas für KI sehr wenig.

Auf die Frage, ob die 4,5 Millionen Euro Schleswig-Holsteins lediglich als Tropfen auf den heißen Stein zu bewerten seien, antwortete Schrödter: "Das ist nicht nichts." Schleswig-Holstein mache jetzt einen ersten Aufschlag. Als einen Schritt in die richtige Richtung wertete Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, das Strategiepapier zur Künstlichen Intelligenz. Der FDP-Landtagsabgeorndete Stephan Holowaty meinte: "Wichtig ist, dass Schleswig-Holstein jetzt mit guten Projekten an den Start geht."

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