Labore melden dynamische Anstieg der Positivtests

Innerhalb von nur wenigen Wochen hat sich die Omikron-Variante inzwischen bundesweit verbreitet mit Schwerpunkten in den Großräumen Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Positivrate stieg von 21,9 auf 23,4 Prozent

Innerhalb von nur wenigen Wochen hat sich die Omikron-Variante inzwischen bundesweit verbreitet mit Schwerpunkten in den Großräumen Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein. Nach Daten von 182 Laboren stieg die Zahl der PCR-Tests in der ersten Kalenderwoche 2022 im Vergleich zur Silvesterwoche um 56 Prozent auf 1,4 Millionen, die Positivrate wuchs von 21,9 auf 23,4 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Labore lag bei 64 Prozent.

Die Omikron-Variante hat in Deutschland zu einem weiteren sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen und damit auch der SARS-CoV-2-Testzahlen geführt. Dies geht aus der wöchentlichen Datenerhebung der 122 Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) und weiteren 60 Labore hervor. 

Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests lag in der ersten Kalenderwoche 2022 bei 1,4 Millionen, in der 52. Kalenderwoche waren es 898.000. Die Zahl der positiven Tests stieg um 67 Prozent auf 327.911, die Positivrate von 21,9 auf 23,4 Prozent. In der 51. Kalenderwoche hatte sie noch bei 16,4 Prozent gelegen.

Belastung der Labore erheblich, aber kein Grund zur Sorge

"Dieser explosionsartige Anstieg ist vor allem bedingt durch die sehr dynamische Ausbreitung der Omikron-Variant", so der ALM-Vorsitzende Dr. Michael Müller. Vor dem Hintergrund des dynamischen Infektionsgeschehens bauen die Labor ihre Kapazitäten weiter aus, sie steigt in der laufenden Woche um 4,7 Prozent auf dann 2,28 Millionen Tests. In der vergangenen Woche lag die Auslastung bei 64 Prozent.

Die Belastung der Labore sei zwar erheblich, so Müller, sie sei aber kein Grund für allzu große Sorgen. Wichtig sei es, die Nationale Teststrategie des RKI stärker zu beachten und umzusetzen: Erste Priorität für Menschen mit Symptomen, zweite Priorität für Personen, die Kontakt mit bestätigt Infizierten hatten und dritte Priorität für Menschen in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen ein COVID-19-Fall bestätigt wurde.

ALM erwarten für nächste Wochen weitere dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens

Die Omikron-Variante hat sich ausgehend von wenigen Hotspots in Nord- und Westdeutschland binnen weniger Wochen deutschlandweit verbreitet. Bereits Anfang Januar waren nur ganz wenige Landkreise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch nicht von Omikron betroffen. Hotspots der neuen, weit infektiöseren Variante sind Schleswig-Holstein, Hamburg sowie die Großräume Berlin und Bremen. 

Die ALM erwarten für die nächsten Wochen eine weitere dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens. Vor diesem Hintergrund und auch zum Schutz der wichtigen Infrastruktur seien Impfungen und Booster-Impfungen sowie die Einhaltung von Grundregeln zur Infektionsvermeidung dringend notwendig.