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Langes Fernsehen erhöht das Risiko für eine Venenthrombose

Nicht einmal körperliche Aktivität kann diesen Risikofaktor ausgleichen

Wer viel Zeit vor dem Fernseher verbringt, ebnet den Weg für eine Thrombose, so eine kürzlich veröffentlichte Studie. Diese an sich schon fatale Konsequenz erscheint vergleichsweise harmlos, denn eine potenziell daraus resultierende Lungenembolie verläuft meist tödlich.

Die Fernsehdauer der Deutschen beträgt im Schnitt 3,9 Stunden am Tag. Das sind zwar gut zwei Stunden weniger als in den Vereinigten Staaten – dort verbringen Erwachsene rund sechs Stunden täglich vor dem Fernseher. Doch auch knapp vier Stunden könnten sich bereits negativ auf die Gesundheit auswirken. Zurückzuführen ist dies auf die körperliche Inaktivität während des Fernsehens, denn nicht jeder TV-Konsument absolviert währenddessen ein Workout. 

Studien sprechen übermäßigem Sitzen negative Konsequenzen zu –  "Sitzen ist das neue Rauchen", heißt es neuerdings in aller Munde. Australische Wissenschaftler zeigten 2015, dass langes Sitzen das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. Eine im Jahr 2016 veröffentlichte Studie stellte einen Zusammenhang zwischen hohem Fernsehkonsum und einem erhöhten Risiko für Lungenembolie her. Dies nahm Yasuhiko Kubota von der University of Minnesota nun zum Anlass, die Auswirkungen des Fernsehens genauer zu durchleuchten. Das Forscherteam fokussierte sich auf Thrombose - der Vorreiter einer Lungenembolie - die unter anderem durch übermäßiges Sitzen und Liegen begünstigt wird. 

Im Zuge ihrer Untersuchungen wertete das Forscherteam die Daten der Atherosclerosis Risk in Communities Study aus. Insgesamt bezogen die Wissenschaftler Informationen von 15.158 Erwachsenen im Alter von 45 bis 64 Jahren mit ein. Im Rahmen der Follow-Ups wurden die Studienteilnehmer zu der Dauer und Häufigkeit ihres Fernsehkonsums befragt. Ihre Antworten beliefen sich auf "nie oder selten", "manchmal", "oft" und "sehr oft".

In einer weiteren Follow-Up-Studie wurden 691 Fälle einer Venenthrombose vermerkt. Im Vergleich zu Teilnehmern, die nie oder selten Fernsehen schauten, hatten diejenigen, die "sehr oft" angaben, ein 1,7 mal höheres Risiko für diese Erkrankung. 

Wer behauptet, dieses erhöhte Risiko sei durch Sport und körperliche Aktivität in den Griff zu bekommen, der irrt sich. Denn auch Teilnehmer, die körperliche Aktivität in ihren Alltag integrierten, konnten das erhöhte Risiko infolge ihres hohen Fernsehkonsums nicht verringern. 

"Die Studienergebnisse legen nahe, dass selbst Personen, die sich regelmäßig körperlich betätigen, von gesundheitlichen Konsequenzen infolge längerer sitzender Aktivitäten wie Fernsehen nicht verschont bleiben", schlussfolgert das Forscherteam. Der sich daraus ergebende Appell ist einleuchtend: Weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen und dafür körperlicher Aktivität nachgehen.