Lebensmittelallergien: Prävention durch Konfrontation im jungen Alter?

Eine neue Studie suggeriert nun, dass das Risiko für bestimmte Lebensmittelallergien sinkt, wenn Kinder im jungen Alter mit den entsprechenden Nahrungsmitteln konfrontiert werden.

Eine neue Studie suggeriert nun, dass das Risiko für bestimmte Lebensmittelallergien sinkt, wenn Kinder im jungen Alter mit den entsprechenden Nahrungsmitteln konfrontiert werden.

In den letzten Jahren sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten stärker in den Vordergrund gerückt, was sich in der zunehmenden Konsultation von Ernährungsmedizinern widerspiegelt. Erhebungen der Techniker Krankenkasse haben ergeben, dass rund jeder Sechste in  Deutschland auf Lebensmittel allergisch reagiert, 17 Prozent haben mit mindestens einer Unverträglichkeit zu kämpfen. Die meisten Allergien richten sich gegen Laktose, Soja, Gluten, Fisch, Schalentiere und Nüsse. Allergische Reaktionen äußern sich oftmals in Form von Ausschlägen, Ekzemen, einem juckenden Mund, Übelkeit und Erbrechen. In einigen Fällen bleiben Leittragende auch nicht vom anaphylaktischem Schock verschont, der schlimmstenfalls auch tödlich enden kann.

Hätte die eine oder andere Allergie bereits in der Kindheit verhindert werden können? Mit dieser Frage haben sich nun Wissenschaftler des Imperial College London befasst; sie haben untersucht, welche Effekte erzielt werden, wenn man Kinder bereits im frühen Alter mit kritischen Nahrungsmitteln konfrontiert. Tatsächlich konnte das Forscherteam feststellen: Das Alter, ab dem das Kind kritischen Nahrungsmitteln ausgesetzt wird, ist mit dem Risiko für eine Nahrungsmittelintoleranz assoziiert.

Frühe Konfrontation mit Erdnüssen sinkt Risiko für Erdnussallergie um 70 Prozent

Im Konkreten heißt dies: Wenn Kinder im Alter von vier bis sechs Monaten Eier zu sich genommen haben, wurde das Risiko für eine Hühnereiallergie um 40 Prozent reduziert. Untersuchungen mit Erdnüssen waren sogar noch vielversprechender – für Kinder, die im Alter von vier bis elf Monaten mit Erdnüssen konfrontiert wurden, verringerte sich das Risiko für eine Erdnussallergie um 70 Prozent.

Allerdings betonen die Forscher, dass diese Effekte nicht für Weizen nachgewiesen werden konnten; die frühe Konfrontation mit Getreide und Co. nimmt keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Glutenintoleranz.

“Wir waren überrascht, dass für die Entwicklung einer Weizenunverträglichkeit keine Effekte dokumentiert werden konnten”, heißt es von Studienautor Dr. Boyle. “Dies legt nahe, dass nicht alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit einer frühzeitigen Konfrontation verhindert werden können.”

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