Malignes Melanom: Resistenzen gegen Immuntherapien analysieren

Resistenzmechanismen gegenüber T-Zell-basierten Immuntherapien – ADO 2015 Immuntherapien spielen bei der Behandlung des Melanoms und anderer Krebserkrankungen eine immer größere Rolle. Umso wichtig

Resistenzmechanismen gegenüber T-Zell-basierten Immuntherapien – ADO 2015

Immuntherapien spielen bei der Behandlung des Melanoms und anderer Krebserkrankungen eine immer größere Rolle. Umso wichtiger erscheint es, Escapemechanismen der Tumorzellen gegenüber diesen Behandlungen zu verstehen. Eine Arbeitsgruppe aus Essen analysierte nun mögliche Ursachen einer Resistenz gegenüber T-Zell-basierten Therapien beim malignen Melanom.

Im Gegensatz zu normalen Gewebezellen weisen Melanomzellen häufig eine konstitutive Expression von MHC (Major Histocompatibility Complex)-Klasse-II-Proteinen auf. Autologe CD4-positive T-Zellen sind in der Lage, MHC-Klasse-II-Moleküle auf den Tumorzellen zu erkennen und mittels Ausschüttung von Zytokinen und zytotoxischen Granula entsprechend zu reagieren. Dies wird beim adoptiven Transfer von autologen Tumorantigen-spezifischen CD4-positiven T-Zellen genutzt, der in jüngeren klinischen Studien zu bemerkenswerten Therapieerfolgen bei Patienten mit malignem Melanom, aber auch anderen Tumoren führte. Um die Antitumor-Aktivität der CD4-positiven T-Zellen noch besser verstehen zu können, analysierten die Essener Wissenschaftler die Expression der MHC-Klasse-II-Proteine in Melanomzellen im Verlauf der (metastasierten) Erkrankung. Außerdem wollten sie die Vorgänge in den Tumorzellen, die der Expression der Proteine vorausgeht, näher untersuchen.

Veränderungen der MHC-Klasse-II-Expression

Die Forscher beobachteten, dass sich die MHC-Klasse-II-Expression im Verlauf der Erkrankung stark veränderte. Dafür hatten sie Zelllinien von im zeitlichen Verlauf auftretenden Metastasen eines Melanom-Patienten analysiert. So zeigten einige Zelllinien eine konstitutive Expression, andere dagegen nicht. Weiterhin erwies sich die konstitutive Expression als abhängig von dem zentralen MHC-Klasse-II-transkriptionellen Aktivator CIITA.

Mehr zu den Ergebnissen der Studie erfahren Sie auf dem ONKO-Internetportal.

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Foto: Nasekomoe / Shutterstock.com

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