Medizinartikelhersteller Hartmann auf Wachstumskurs

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Die Menschen werden älter. Immer mehr Kranke brauchen immer mehr Pflege. Wunden müssen versorgt, Infektionen behandelt werden. Davon profitiert der Heidenheimer Konzern Paul Hartmann, der das entsprechende Zubehör herstellt.

Die alternde Gesellschaft und die Nachfrage nach Produkten zum Infektionsschutz und zur Wundbehandlung kurbeln die Geschäfte des Medizinartikelherstellers Paul Hartmann an. Das Ergebnis nach Steuern legte trotz des Spardiktats im Gesundheitssystem 2015 um 8,2 Prozent auf 84,8 Millionen Euro, wie das Heidenheimer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 4,2 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro.

“Alle Segmente sind auf Wachstumskurs”, bilanzierte Joehle. 2014 stieg das Ergebnis unterm Strich zwar noch um mehr als 25 Prozent, aber damals habe man Logistikabläufe und Prozessketten optimiert und von Sondereffekten profitiert.

Der Bedarf an Medizinprodukten steige stetig, insbesondere in Schwellenländern. “Was sich nicht ändern wird, ist der Kostendruck – die Gesundheitsbudgets sinken. Mehr Geld ist nicht im Topf”, sagte Joehle. Deshalb gehe es darum, Produkte zu optimieren und die Pflege zu vereinfachen.

Im Bereich Infektionsmanagement wolle man sich stärker als Dienstleister positionieren und Klinikpersonal beispielsweise durch E-Learning über Keime und Desinfektion schulen.

Die Firma konnte 2015 das Eigenkapital deutlich erhöhen und dringt gerade verstärkt in ausländische Gesundheitsmärkte vor. Das Unternehmen macht bereits zwei Drittel seiner Umsätze im Ausland. Durch den Ausbau des internationalen Geschäfts will Paul Hartmann langfristig das Risiko streuen und Währungsschwankungen abfedern. “Wir haben 2015 vom Schweizer Franken profitiert, der Rubel war aber nicht so nett zu uns”, sagte Joehle.

Der Konzern stellt Wundauflagen, Hygieneprodukte und Desinfektionsmittel her und beschäftigt weltweit mehr als 10 300 Mitarbeiter, 130 mehr als zum Ende des Vorjahres. Kliniken machen den Löwenanteil der Kunden von Paul Hartmann aus. Für das laufende Jahr erwartet Joehle ein moderates Wachstum.

Text und Foto: dpa /fw

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