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Mediziner betreuen Schlaganfallpatienten per Telemedizin

eHealth: Telemedizin bei Schlaganfällen

Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Schnelle Behandlung verbessert die Überlebenschancen. Über Videoschalten betreuen Neurologen aus Jena und Altenburg Patienten im ganzen Land.

Schnelle Hilfe vom Experten: Eine steigende Zahl an Schlaganfall-Patienten wird in Thüringen mit Hilfe von Telemedizin betreut. Durch das Schlaganfall-Netzwerk "SATELIT" sind in den vergangenen fünf Jahren rund 10.000 Patienten behandelt worden, teilte das Universitätsklinikum Jena mit. Der Jenaer Neurologe Albrecht Günther stellte am Freitag die Bilanz des Projekts beim Deutschen Teleneurologie-Kongress in Erfurt vor.

An das stetig wachsende Schlaganfall-Netzwerk sind mittlerweile 14 Kliniken in Thüringen angeschlossen. Werden Patienten mit akuten Schlaganfällen in diese Kliniken eingeliefert, können die dortigen Ärzte per Videoschalte Neurologen der auf Schlaganfälle spezialisierten Zentren in Jena und Altenburg hinzuziehen. "Wir untersuchen den Patienten sozusagen live und in Farbe", sagte Albrecht Günther der Deutschen Presse-Agentur. Alleine das Uniklinikum Jena betreute im vergangenen Jahr mehr als 1000 Fälle, Tendenz steigend. 2017 waren es bis April schon über 600.

Schlaganfälle entstehen durch Blutgerinnsel im Gehirn, die die Blutgefäße verstopfen. Sie gelten als dritthäufigste Todesursache in Deutschland und als häufigste Ursache für Behinderungen bei Erwachsenen. In Thüringen erleiden laut Uniklinikum pro Jahr 10.000 Menschen einen Schlaganfall. Durch die demografische Entwicklung werden es künftig mehr werden, schätzt Günther.

Belastbare Zahlen, die Behandlungsergebnisse vor und nach dem Start des Schlanganfall-Netzwerks miteinander vergleichen, gibt es indes nicht. Erhöht habe sich aber die Zahl derer, die sofort mit Mitteln zur Auflösung der Blutgerinnsel behandelt werden. Das steigere die Chancen der Patienten, sich weitgehend zu erholen, sagte Günther. Durch "SATELIT" habe nur etwa jeder zehnte Patient aus einer regionalen Klinik in eines der Zentren verlegt werden müssen. Das Netzwerk kümmert sich auch um den Ausbau der Schlaganfall-Betreuung vor Ort etwa durch Logopäden und Physiotherapeuten.

Das Gesundheitsministerium hatte die Gründung des Projekts mit rund 255.000 Euro gefördert und unterstützt etwa die Ausstattung von Kliniken mit der nötigen Technik. Ähnliche Netzwerke gibt es auch in anderen Bundesländern. Der Einsatz der Telemedizin soll dem Mangel von Spezialisten auf dem Land abhelfen.