Mediziner verordnen häufiger Reha-Sport

Sport auf Kassenrezept liegt in Thüringen im Trend. Ob Rücken, Asthma oder das Herz – Ärzte verschreiben bei Erkrankungen immer häufiger Rehabilitationssport.

Bei der Behandlung von Erkrankungen spielt Rehabilitationssport in Thüringen eine immer größere Rolle. Nach Beobachtungen gesetzlicher Krankenkassen sind sowohl die Zahl der Rezeptverordnungen als auch die Kosten für Reha-Sport und Funktionstraining in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein bei der AOK Plus haben sich die Ausgaben dafür zwischen 2013 und 2015 verdoppelt. Die Kasse gab im vergangenen Jahr rund 2,1 Millionen Euro für Reha-Sport ihrer Thüringer Versicherten aus. Auch die Techniker Krankenkasse verzeichnete Mehrausgaben.

Rehabilitationssport auf Kassenkosten kann etwa bei Rücken- und Gelenkproblemen, Osteoporose, Rheuma, Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten oder psychischen Erkrankungen verordnet werden. Nach rund 7300 im Jahr 2013 erhielten im vergangenen Jahr etwa 16 600 Thüringer AOK-Versicherte ein ärztliches Rezept für Sport in dafür anerkannten Sportgruppen, bei Physiotherapeuten oder Fitnessstudios. Die AOK hat nach Angaben einer Sprecherin in Thüringen und Sachsen Verträge mit insgesamt rund 5000 qualitätsgeprüften Sportanbietern, die solche Kurse leiten.

Bei der Techniker Krankenkasse erhöhten sich die Ausgaben für den therapeutischen Sport seit 2013 um rund 60 000 Euro auf 521 000 Euro im Jahr 2015. Die Barmer GEK verzeichnete zwischen 2014 und 2015 nach eigenen Angaben einen Anstieg von 20 Prozent bei den Verordnungen, absolute Zahlen nannte die Kasse nicht. Grund für den allgemeinen Aufwärtstrend ist nach Einschätzung der Krankenkassen vor allem die Bevölkerungsentwicklung mit zunehmend älteren Menschen.

Auch die Zahl der anerkannten Gruppen für Reha-Sport hat in Thüringen zugenommen. Laut Barmer GEK existieren derzeit 3345 solcher Gruppen, sechs Jahre zuvor waren es noch 1763. Der überwiegende Teil gehört dem Thüringer Behinderten- und Rehabilitationssportverband an.

Von der Kassenärztlichen Vereinigung hieß es, Reha-Sport sei häufig eine sinnvolle Alternative etwa bei wiederkehrender Arbeitsunfähigkeit. Bei medizinischer Notwendigkeit kann Reha-Sport laut Kassen von allen niedergelassenen Ärzten verordnet werden. Er soll neben der Stärkung von Fitness, Kondition und Beweglichkeit auch einen Anreiz zum weiteren aktiven Sporttreiben schaffen. Ein Rezept umfasst in der Regel 50 Übungsstunden,  unter Umständen kann der Gesundheitssport aber auch länger verordnet werden.

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