Mehr Krankenhausbetten für Berlin geplant

Berlin hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl relativ wenige Krankenhausbetten – die sind dafür überdurchschnittlich ausgelastet. Da die Stadt weiter wächst und altert, sind Anpassungen geplant.

Berlin hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl relativ wenige Krankenhausbetten – die sind dafür überdurchschnittlich ausgelastet. Da die Stadt weiter wächst und altert, sind Anpassungen geplant.

Nach Jahren des Abbaus braucht Berlin in den nächsten Jahren wieder mehr Krankenhausbetten. Im Krankenhausplan für 2016 bis 2020 sind knapp 22 000 Plätze an 62 Standorten vorgesehen, wie Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag ankündigte. Das sei ein Plus von rund 1300 im Vergleich zur Planung von 2010. Zu Beginn der 90er Jahre hatte Berlin noch rund 39 900 Betten, die bis 2010 auf etwa 19 800 reduziert wurden.

Mit dem Plan werde “einer wachsenden und älter werdenden Stadt” Rechnung getragen, erklärte Czaja. Grundlage der Berechnungen sind die Annahmen, dass sich die Zahl der Über-80-Jährigen in Berlin bis 2030 verdoppelt und die Bevölkerung zwischen 2013 und 2030 um 173 000 Menschen wächst. Im Krankenhausplan sind 51 Häuser verschiedener Träger berücksichtigt. Der Senat hatte ihn Ende 2015 beschlossen.

“Wir sehen, dass wir an die Grenze kommen”, sagte der Chefarzt für Altersmedizin der Sana-Kliniken, Eric Hilf, mit Blick auf die Auslastung seines Hauses. Hilf, auch Chef des Landesverbandes Geriatrie Berlin, begrüßte die nun angekündigte Stärkung der Fachrichtung. Die Zahl geriatrischer Betten wurde um 300 angehoben.

Weitere Betten-Zuwächse sind in der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung (plus 500) und der Neurologie (plus 180) vorgesehen. Politisch bereits entschieden war die Bettenzahl der Charité von rund 3000 (plus 300 im Vergleich zu 2010). Allerdings stimmen die Planzahlen nicht völlig mit der Realität überein: Einige Kliniken haben bereits Betten aufgestockt, die Charité baute weniger Betten ab als im Plan von 2010 festgelegt, wie Czaja erläuterte.

Neben den Plätzen will Czaja künftig auch die Qualität der Versorgung verbessern, wie er sagte. Vorgaben gebe es etwa zu Mindestbesetzungen bei Fachärzten in Fachabteilungen und bei Pflegern auf Intensivstationen. Für die Intensivmedizin gelte künftig, dass mindestens 30 Prozent qualifizierte Kräfte eingesetzt werden sollen. Das verteuere die Versorgung zwar. “Aber das können wir uns leisten.”

Text: dpa /fw

Foto: Sapol Chairatkaewcharoen / Shutterstock.com

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