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Modellprojekt zur Lage geflüchteter Schwangerer gestartet

Psychosoziale Beratung oder Fragen zur Babyausstattung: Welche besonderen Hilfen brauchen schwangere Geflüchtete? Der Verband pro familia will Informationen für Fachkräfte und Ehrenamtliche bereitstellen.

Projekt soll Versorgung von schwangeren Flüchtlingen verbessern

Psychosoziale Beratung oder Fragen zur Babyausstattung: Welche besonderen Hilfen brauchen schwangere Geflüchtete? Der Verband pro familia will Informationen für Fachkräfte und Ehrenamtliche bereitstellen.

Wegen Wissenslücken zur Situation geflüchteter Schwangerer will der Verband pro familia Fachkräften und Ehrenamtlichen Hilfen an die Hand geben. Eine Datenbank soll Informationen bündeln. "Wir wissen noch zu wenig über die Situation geflüchteter, schwangerer Frauen" sagte die Sozialpädagogin Karin Kretschmer vom Landesverband pro familia Thüringen der Deutschen Presse-Agentur. "Was brauchen sie an speziellen Hilfen? Welche Lücken gibt es in der Betreuung? Wie können Angebote vernetzt und gebündelt werden?" Zudem gebe es auch kaum Zahlen über geflüchtete Schwangere.

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge waren allein im Januar 2016 mehr als 55 Prozent der Geflüchteten Frauen und Mädchen. Zwischen 2012 und 2016 haben mehr als eine halbe Million Frauen und Mädchen in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung gesucht. Dies geht aus einer im April veröffentlichten Kurzanalyse des BAMF-Forschungszentrums hervor.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband pro familia vor einem Monat ein Modellprojekt in acht deutschen Städten gestartet - neben Erfurt in Berlin, Bremen, Gießen, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig und Mainz. Ziel sei der Aufbau einer breiten Datenbank über die Hilfsangebote. Das Projekt werde vom Bundesfamilienministerium in den nächsten drei Jahren unterstützt, sagte Kretschmer, die Fachkoordinatorin für den Raum Erfurt ist.

Flucht, sexuelle Gewalt, Traumata, die Angst um mitreisende Kinder oder Geldsorgen müssen von schwangeren Flüchtlingsfrauen bewältigt werden - das sei oft ein erhebliches gesundheitliches Risiko für die teils geschwächten oder kranken Frauen. Zudem fänden sie, auch wegen Sprachbarrieren, oft nur schwer Zugang zu notwendigen psychosozialen und medizinischen Angeboten. Wissenschaftliche Daten zu ihrem Gesundheitszustand und ihrer Versorgung liegen bundesweit bislang nur wenige vor.

"Auch für Erfurt und Umgebung kenne ich keine Zahlen", sagte die 37 Jahre alte Sozialpädagogin. Schwangere Flüchtlingsfrauen kämen in ihre Beratungsstelle unter anderem wegen Geburtsvorbereitungskursen, Hebammenhilfe und finanziellen Problemen - aber auch, um sich über Verhütung oder einen Schwangerschaftsabbruch zu informieren, genau wie deutsche Frauen. Ein großes Problem sei aber die Verständigung. Die Frauen kämen dann oft mit Bekannten, die beim Übersetzen helfen, oder die Beratungsstelle greife auf einen Übersetzer-Pool aus Muttersprachlern zurück. Das funktioniere gut.

Ein Defizit sieht die Projektkoordinatorin in der psychiatrischen Versorgung traumatisierter Frauen. "Wichtig ist, dass diese in die Regelleistung aufgenommen wird", betonte sie.

Pro familia in Erfurt wird bis 2019 die lokalen Angebote erfassen und Kompetenzen vernetzen. Das Fachdialognetz im Internet soll neben Hilfsangeboten auch Termine und Experten verschiedener Institutionen als Ansprechpartner auflisten und eine Mediathek beinhalten. Auch Runde Tische soll es geben. Geplant seien zudem Video- und Telefonangebote mit Dolmetschern - letztlich sei das aber eine Kostenfrage.