esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Neue Behandlungsmethode für undichte Herzklappen

Gießener Spezialisten verbuchen Implantationserfolg

Erstmalig in Hessen haben Kardiologen des Herz- und Gefäßzentrums am Gießener Universitätsklinikum (UKGM) eine weiterentwickelte Generation des MitraClip bei einer Patientin erfolgreich implantiert. Der MitraClip wird in einem minimal-invasivem, kathetergestützen Verfahren als Therapie bei undichten Herzklappen eingesetzt.

Den Spezialisten der Medizinischen Klinik I, Herz- und Gefäßzentrum Gießen ist damit ein weiterer Schritt zur minimal-invasiven Versorgung von Herzklappenerkrankungen gelungen. Das Team um Prof. Holger Nef konnte im April die erste Patientin erfolgreich mit einem neuen MitraClip bei hochgradiger Undichtigkeit der Mitralklappe versorgen.

Weiterentwicklung von bereits etablierter Technik

Die kathetergestützte Reparatur der Mitralklappe gehört für die Mediziner längst zur Routine. Neu ist nun, dass erstmalig in Hessen eine Weiterentwicklung des bekannten MitraClips, mit der bessere Ergebnisse erzielt werden können, am Universitätsklinikum Gießen eingesetzt werden konnte. "Das universitäre Umfeld schafft durch das Zusammenspiel aller Disziplinen der Herzmedizin ein optimales Umfeld um Patienten schnell mit diesen neusten Innovationen zu versorgen", so Prof. Nef nach dem erfolgreichen Eingriff. 

Die minimal-invasive, interventionelle Versorgung von Herzklappen stellt vor allem für die Patienten eine gute Möglichkeit da, die aufgrund von Alter oder Begleiterkrankungen ein hohes Risiko für Komplikationen im Rahmen einer herkömmlichen Herzoperation haben.

Kompetenzzentren können beste Ergebnisse erzielen

"Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat neue Kriterien zur interventionellen Behandlung der Mitralklappe festgelegt, die Faktoren der Qualität mit einbeziehen. Dementsprechend können heutzutage nur auf der Basis eines gut funktionierenden Herzteams und einer bestimmten Mindestmenge gute Ergebnisse für die Patienten erzielt werden", ergänzen Prof. Christian Hamm (Klinischer Direktor Kardiologie) und Prof. Andreas Böning (Klinischer Direktor Herzchirurgie). Sie sind sich sicher, dass dies insbesondere nur an "gut aufgestellten Kompetenzzentren" zu erzielen ist.

Im Rahmen der MitraClip-Prozedur werden die Klappenränder durch ein Clipverfahren aneinander geheftet und somit die Undichtigkeit der Mitralklappe reduziert. Auch die Nachbehandlung gestaltet sich schonender für die Patienten. Die aktuell versorgte Patientin konnte die Überwachungsstation bereits nach einer Übernachtung wieder verlassen.

"Wir freuen uns, dass es durch die Studienarbeit gelungen ist, diese Methode am Universitätsklinikum weiter zu verfeinern und damit unsere Patienten noch besser behandeln zu können" fasst Prof. Nef seine Erfahrungen nach der Implantation zusammen.