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Neue Behandlungsoptionen für Exophthalmus bei Hyperthyreose

Ursache möglicherweise Insuffizienz von Lymphgefäßen – Forscher sehen neue therapeutische Ansatzpunkte.

Ursache möglicherweise Insuffizienz von Lymphgefäßen – Forscher sehen neue therapeutische Ansatzpunkte.

Als Exophthalmus bezeichnet man ein abnormales Hervortreten der Augen aus den Augenhöhlen, wie es zum Beispiel im Rahmen der Basedow-Erkrankung, einer autoimmunen Schilddrüsenüberfunktion, auftritt.

Dieses Symptom ist nicht nur sehr belastend für die Patienten, sondern kann auch zu dauerhaften Folgen wie einer Verschiebung der Sichtachsen und somit Doppelbildern oder aber im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen. Bisherige Therapieansätze stützen sich auf die langfristige Gabe von Kortikosteroiden, welche ihrerseits mit bedeutenden Nebenwirkungen behaftet ist, oder aber auf invasive Verfahren wie die operative Dekompression der Orbita.

Die jüngst im Fachjournal Ophthalmology veröffentlichte Studie einer amerikanischen Forschergruppe liefert nun neue Einsichten in die Mechanismen, die dieser Störung zugrunde liegen, und damit vielleicht einen wichtigen Hinweis auf mögliche zukünftige Behandlungsoptionen (DOI: 10.1016/j.ophtha.2016.05.052).

Die Wissenschaftler untersuchten Gewebeproben von Patienten, welche im Rahmen einer akuten Verschlimmerung ihrer Erkrankung chirurgisch versorgt wurden, auf molekulare Marker von Blut- und Lymphgefäßen sowie Wachstumsfaktoren, die bei der Neubildung von Blutgefäßen eine Rolle spielen. Die Ergebnisse verglichen sie mit Gewebeproben von Patienten mit chronischem Exophthalmus und von Gesunden.

Sie fanden, dass es insbesondere in akuten Phasen zu einer gesteigerten Bildung von Blutgefäßen kommt. Die Schwellung und Entzündung der Augenhöhlen wäre somit durch ein vermehrtes Austreten von Flüssigkeit aus diesen Gefäßen zu erklären. Zu ihrer Überraschung fanden sie auch, dass im Rahmen einer akuten Verschlechterung der Orbitopathie Lymphgefäße dort entstehen, wo sie in der Regel nicht zu finden sind.

In der Vergangenheit hatte man angenommen, dass die Schwellung unter anderem auf ein Fehlen von Lymphgefäßen und somit ungenügende Drainage der Gewebsflüssigkeit zurückzuführen ist. Die Ergebnisse dieser Untersuchung deuten nun darauf hin, dass die Ursache des Problems möglicherweise in der abnormen Konfiguration und folglich Insuffizienz der Lymphgefäße zu finden ist.

Die hier gemachten Erkenntnisse eröffnen den Autoren der Studie zufolge die Perspektive auf zwei neue mögliche Strategien der Behandlung. Erstens stellt die abnorme Proliferation von Blutgefäßen ein vielversprechendes Ziel dar. Durch den Einsatz von Mitteln, die die Gefäßneubildung unterdrücken, könnte man die Schwellung und Entzündung mildern oder gar verhindern, welche durch Austritt von Flüssigkeit aus undichten Kapillaren entsteht.

Ein zweiter denkbarer Ansatz wäre es, das Problem von der anderen Seite, nämlich der des Abtransports der Flüssigkeit aus dem Gewebe anzugehen, indem man die Ausreifung der Lymphgefäße fördert und diesen erleichtert.

Somit könnte diese Untersuchung einen wichtigen Schritt in Richtung einer in Zukunft effektiveren und vor allem schonenderen Behandlung der endokrinen Orbitopathie darstellen.