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Neues Bildungsprogramm soll Kommunikation mit älteren Patienten verbessern

IMPACCT-Projekt: internationale Zusammenarbeit für besseres Lehrangebot

Ein internationales Konsortium unter Beteiligung der Jacobs University Bremen erhält EU-Fördermittel für die Entwicklung eines Bildungsprogramms. Ziel ist es, die kommunikativen Fähigkeiten von Medizinstudenten und Krankenpflegeschülern zu optimieren, damit diese erfolgreicher mit älteren Patienten mit niedriger Gesundheitskompetenz arbeiten können.

Ältere Menschen haben häufig Schwierigkeiten, mit ihrer Krankheit und der damit verbundenen Behandlung zurechtzukommen. Es ergeben sich z. B. Probleme, medizinische Informationen oder ärztliche Empfehlungen zu verstehen. Gesundheitsdienstleister wie Ärzte und Pflegekräfte verfügen oft nicht über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten, um verständlich und effektiv zu kommunizieren. Die Stärkung kommunikativer Fähigkeiten zukünftiger Fachkräfte im Medizinsektor kann dazu beitragen, die Betreuung insbesondere von älteren Menschen zu verbessern.

Das sogenannte IMPACCT-Projekt (IMPACCT steht für IMproving PAtient Centered Communication Competences, auf deutsch: Verbesserung der patientenzentrierten Kommunikationskompetenzen) wird von der Universitätsklinik Groningen in den Niederlanden koordiniert. Es wird in Kooperation mit Partnern aus Irland (National University of Ireland, Galway), Belgien (European Association of Institutions in Higher Education), Italien (Agenzia Regionale Sanitaria), Slowakei (Pavol Jozef Šafárik Universität in Košice) und Deutschland (Jacobs University) durchgeführt. Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs University, und ihr Team übernehmen zentrale Aufgaben innerhalb des IMPACCT-Projektes.

In den kommenden drei Jahren wird sich das Konsortium der Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines neuen Lehrangebotes für zukünftige Gesundheitsdienstleister in Europa widmen. Alle Erkenntnisse sollen auch der Entwicklung einer Reihe von digitalen Unterrichtseinheiten (sogenannte Massive Open Online Courses) für eine breite Öffentlichkeit dienen.

Die Partner arbeiten gemeinsam zudem an der Entwicklung einer Ausbildung von Medizinstudenten und Krankenpflegeschülern, um deren Fähigkeit zur gesundheitsrelevanten Kommunikation mit älteren Menschen zu verbessern. "Wir erwarten, dass dies zu einem optimierten patientenorientierten Dialog führen wird, der die Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Patienten mit geringer Gesundheitskompetenz fördert", sagt Dr. Andrea de Winter vom Universitätsklinikum Groningen. Auch Sonia Lippke ist überzeugt: "Im Zeitalter von Digitalisierung und eHealth gibt es viele innovative Möglichkeiten, um die Kompetenzen künftiger Gesundheitsdienstleister zu verbessern und Lehrangebote zu bereichern."