Neues Projekt soll Notärzte entlasten

Die Einsätze von Rettungswagen steigen. Dabei ist bei rund einem Drittel ihr Einsatz medizinisch gar nicht notwendig. Ein Pilotprojekt in der Region Oldenburg soll zeigen, ob in vielen Fällen nicht Sanitäter auch den Job der Ärzte machen können.

"Gemeindenotfallsanitäter" kümmern sich um nicht lebensbedrohliche Fälle

Die Einsätze von Rettungswagen steigen. Dabei ist bei rund einem Drittel ihr Einsatz medizinisch gar nicht notwendig. Ein Pilotprojekt in der Region Oldenburg soll zeigen, ob in vielen Fällen nicht Sanitäter auch den Job der Ärzte machen können.

Um Notärzten mehr Zeit für wichtige Einsätze zur Lebensrettung zu geben, testen drei Landkreise und die Stadt Oldenburg ein neues Projekt im Rettungswesen. Bei dem Vorhaben "Gemeindenotfallsanitäter" sollen bei Notfällen, die nicht lebensbedrohend sind, von der Leitstelle speziell ausgebildete Sanitäter zum Einsatzort geschickt werden. Notärzte sollen nach Möglichkeit nur noch zu solchen Einsätzen fahren, bei denen es um Leben und Tod geht. Damit wollen die Kreise Ammerland, Cloppenburg und Vechta sowie die Stadt Oldenburg auf die steigenden Einsatzzahlen im Rettungsdienst reagieren. Laut Experten sind rund ein Drittel der Rettungswagen-Einsätze medizinisch gar nicht notwendig.

Das zwei Jahre lang laufende Projekt wird wissenschaftlich von den Universitäten Oldenburg, Maastricht und dem Klinikum Oldenburg begleitet. Bevor die Gemeindenotfallsanitäter eingesetzt werden, müssen die Fachkräfte eine dreimonatige Ausbildungsphase durchlaufen.
Derzeit müssen die Disponenten in den Leitstellen den Notarzt schicken, auch wenn gar kein Arzt notwendig wäre - entweder wird ein Rettungswagen geschickt, oder die Leitstelle entscheidet sich dagegen.

Beim Städte- und Gemeindebund Niedersachsen will man das Projekt aufmerksam beobachten. "Der Disponent hat eine ganz große Verantwortung - er muss letzten Endes herausfinden, ist das ein Fall, in dem ein Arzt rausfahren muss oder nicht", sagt Verbandssprecher Thorsten Bullerdiek. Um auf Nummer sicher zu gehen, werde der Verantwortliche sicher den Notarzt lieber einmal zu viel rausschicken als einmal zu wenig. So müsse man erst einmal schauen, ob das Projekt überhaupt die erhofften Effekte bringe. "Wenn es funktioniert, ist es sicherlich auch für andere Regionen interessant."

Die steigende Zahl von Rettungseinsätzen hänge auch mit der Hausarztversorgung auf dem Land zusammen, meint Bullerdiek: "Es ist die Frage, ist ein Hausarzt schnell erreichbar - und damit haben Sie oft Probleme auf dem Land."

Praxis-Tipps: Das Experten-Blog rund um die Themenkreise Abrechnungsmanagement, GOÄ, IGeL, Impfmanagement, Patienten aus dem Ausland in der Praxis, Allergiediagnostik und Erstattung.

esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.