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Neues Zentrum zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Interdisziplinäre Behandlung aus einer Hand

Zur engeren Zusammenarbeit von Kardiologen, Herzchirurgen und Kinderkardiologen sowie zur leichteren Behandlung komplexer Krankheitsbilder wird das neue Heidelberger Zentrum für Herzrhythmusstörungen gegründet.

Etwa 800 Patienten mit Herzrhythmusstörungen lassen sich pro Jahr in der Kardiologie des Universitätsklinikums Heidelberg im Rahmen eines Kathetereingriffes behandeln, weitere 800 werden mit Schrittmachern oder implantierbaren Defibrillatoren versorgt - Tendenz stetig steigend. Angesichts der gleichzeitig immer komplexeren Behandlungsmöglichkeiten, die in den letzten Jahren für die verschiedenen Arten an Rhythmusstörungen entwickelt wurden, ist nun - federführend von der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie unter Leitung von Professor Dr. Hugo A. Katus - das Heidelberger Zentrum für Herzrhythmusstörungen (HCR) ins Leben gerufen worden. Verankert im Heidelberger Herzzentrum ist das Ziel des HCR, die interdisziplinäre Patienten­versorgung und damit auch die Expertise in der Therapie schwer zu behandelnder und teils sehr seltener Krankheitsbilder weiter auszubauen.

Insbesondere die interdisziplinäre Vernetzung innerhalb des Zentrums ist im weiteren Umkreis einzigartig, je nach Rhythmusstörung werden die Patienten von Kardiologen, Herzchirurgen (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Matthias Karck) und Kinderkardiologen (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Matthias Gorenflo) gemeinsam betreut. Vorteile bietet das vor allem bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern: Letztere wurden meistens bereits mehrfach am Herzen operiert, was die Verödung jener Bereiche des Herzmuskels, die die Rhythmusstörungen auslösen, deutlich erschwert.

Mit 3D-Mappingsystemen Rhythmusstörung identifizieren und individuell behandeln

Die weiteren Schwerpunkte liegen bei Verfahren, die aufgrund ihrer Komplexität deutschlandweit nur an wenigen Zentren angeboten werden können. Eines davon ist die Behandlung von Kammertachykardien (Herzrasen mit Ursprung in den Herzkammern) über einen sogenannten epikardialen Zugang. Dabei schieben die Kardiologen den Katheter nicht wie sonst üblich über eine Vene oder Arterie bis ins Innere des Herzens, sondern nehmen die Verödung an der Außenseite des Herzmuskels vor. Viel Erfahrung erfordern auch Katheterablationen in der Wurzel der Pulmonalarterie oder der Wurzel der Aorta. "Je besser die diagnostischen Möglichkeiten, desto genauer lassen sich die Ausgangspunkte der jeweiligen Rhythmusstörung identifizieren. Das bringt mit sich, dass wir immer häufiger Ablationen an Herzbereichen durchführen, die nur schwer erreichbar sind." Unverzichtbar sind dabei sogenannte 3D-Mappingsysteme, die aus den Daten verschiedener Bildgebungsverfahren sowie der elektrophysiologischen Messungen eine dreidimensionale Karte der elektrischen Reizleitung im Herzen erstellen.

Weiterhin werden technische Innovationen im Bereich der Therapie mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren (ICD) angeboten. Bei den sogenannten S-ICD wird die Elektrode nicht mehr innerhalb des Herzens verankert, sondern kann außerhalb des Brustkorbs unter der Haut platziert werden. "Bei diesem neuen Typ von ICD treten weniger Komplikationen an den Elektroden auf", so Privatdozent Dr. Edgar Zitron, im Leitungsboard des HCR für ICD und Schrittmacher zuständig. Weitere Neuerungen sind kabellose Schrittmachersysteme, die direkt in der Innenseite der rechten Herzkammer verankert werden (sogenanntes "Leadless Pacing"). Die Experten gehen davon aus, dass sich diese Techniken bei geeigneten Patienten immer mehr durchsetzen werden.