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Neufassung der GOLD-Empfehlungen bei COPD

In der umfassenden Überarbeitung der GOLD* Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der COPD wurde aufgrund der neuen Studienlage die Rolle der dualen Bronchodilatation deutlich aufgewertet und den Einsatz von inhalativen Kortikosteroiden weiter eingeschränkt.

LAMA/LABA-Fixkombination nimmt deutlich an Bedeutung zu

In der umfassenden Überarbeitung der GOLD* Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der COPD wurde aufgrund der neuen Studienlage die Rolle der dualen Bronchodilatation deutlich aufgewertet und der Einsatz von inhalativen Kortikosteroiden weiter eingeschränkt. Bewährte Kombinationspräparate wie die Fixkombination von Aclidinium/Formoterol haben somit einen noch höheren Stellenwert in der COPD-Therapie.

Auch in den neuen GOLD*-Empfehlungen bleibt die Spirometrie ein wichtiges Instrument zur Einschätzung des Schweregrades der Atemwegsobstruktion und zur Therapieüberwachung, erklärte Prof. Dr. Claus F. Vogelmeier vom Universitätsklinikum Gießen/Marburg. Die hier erfasste Lungenfunktion geht aber nach den neuen Empfehlungen nicht mehr in die klinisch und therapeutisch relevante ABCD-Einteilung ein, erläuterte der Pneumologie. Diese beruht somit nur noch auf der Erfassung der klinischen Symptome und dem aus der Krankengeschichte abgeleiteten Exazerbationsrisiko.

Therapie richtet sich an Symptomen und Exazerbationsrisiko aus

Patienten der Gruppe A haben wenig Symptome und ein geringes Exazerbationsrisiko (0-1 Exazerbationen, die nicht zu einer Krankenhausaufnahme führten). Für diese Patienten, die in der Praxis oft gar nicht auftauchen, reicht die Therapie mit einem Bronchodilatator oft aus.

Patienten der Gruppe B haben ausgeprägte Symptome wie Dyspnoe, Husten und eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit bei einem niedrigen Exazerbationsrisiko. Hier sollte ein langwirkender Muskarin-Antagonist (LAMA) oder eine langwirksames β2-Sympathikomimetikum (LABA) zum Einsatz kommen. Bei persistierenden oder sehr schweren Symptomen ist auch in dieser Gruppe bereits eine LAMA/LABA-Kombination möglich.

Zur Gruppe C gehören Patienten, die häufiger Exazerbationen, aber ansonsten eher eine geringe Symptomlast aufweisen. Hier ist primär ein LAMA indiziert, bei weiteren Exazerbationen ist die bevorzugte Wahl eine Kombination mit einem LABA.

Zur Gruppe D gehören schwer betroffene Patienten mit ausgeprägter Symptomatik und hohem Exazerbationsriisko. Bei diesen Patienten sollte als bevorzugte Therapie von vornherein auf eine duale Bronchodilation mit einer LAMA/LABA-Fixkombination gesetzt werden, sagte der Experte. Die früher bei diesen Patienten häufig eingesetzt Kombination LABA/ICS habe dadurch deutlich an Bedeutung verloren. Dies beruhe vor allem auf den Ergebnissen der FLAME-Studie, die eine deutliche Überlegenheit der LAMA/LABA-Kombination im Vergleich zur LABA/ICS-Kombiantin bei der Reduktion von Exazerbationen gezeigt hat. Eine Indikation für die Gabe von ICS sah Vogelmeier noch bei Überlappungen mit Asthma und hohen Eosinophilen-Werten. Kommt es bei D-Patienten weiter zu Exazerbationen, sehen die GOLD-Empfehlungen Eskalationsschritte vor, bevorzugt auf eine Triple-Therapie mit LAMA/LABA/ICS.

Positive Wirkung von Aclidinium/Formoterol-Fixkombination gut belegt

Auch in der gepoolten Analyse der ACLIFORM und AUGMENT-Studien (1) wurde deutlich, wie stark COPD-Patienten von der doppelten Bronchodilatation profitieren können. Für die Kombination Aclidiniumbromid/Formoterolfumarat (Brimica®Genuair®) wurde hier im Vergleich zu den beiden Monosubstanzen eine deutliche stärkere Verbesserung der Lungenfunktion über 24 Wochen gezeigt, sagte der niedergelassene Pneumologe Dr. Volker Töpfer aus Ulm. Insbesondere auch die für viele Patienten stark belastenden nächtlichen und morgendlichen Symptome besserten sich unter der Kombination stärker als unter den Monotherapien. All dies setzte sich auch in eine Verbesserung der Aktivitäten in den frühen Morgenstunden um – eine Zeit in viele COPD-Patienten sich am stärksten durch ihre Symptome eingeschränkt werden.

In der AFFIRM-Studie (2) wurde die Aclidinium/Formoterol-Kombination über 24 Wochen mit einer LABA/ICS-Kombination (Salmeterol/Fluticason) verglichen. Auch hier zeigte sich neben einer stärkeren Verbesserung der Lungenfunktion unter der LAMA/LABA-Kombi, dass der Verzicht auf das ICS nicht mit einer höheren Exazerbationsrate einhergeht, berichtete der Pneumologe. 

Quelle: Pressegespräch "2 Jahre Brimica® Genuair®: Die moderne LAMA/LABA-Fixkombination bewährt sich im Praxisalltag", 25.1. 017, Berlin (unterstützt von Berlin Chemie)

Referenzen:

  1. Bateman ED et al., Aclidinium bromide and formoterol fumarate as a fixed-dose combination in COPD: pooled analysis of symptoms and exacerbations from two six-month, multicentre, randomised studies (ACLIFORM and AUGMENT). Respir Res. 2015; 16:92. DOI 10.1186/s12931-015-0250-2
  2. Vogelmeier C et al., Efficacy and safety of aclidinium/formoterol versus salmeterol/fluticasone: a phase 3 COPD study. ERJ 2016; DOI: 10.1183/13993003.00216-2016.

*Global Initiative for COPD