esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Nicht-invasive Ablation kardialer Arrhythmien

Aus dem Symposium “Cutting-edge medicine” – Neue wissenschaftliche und therapeutische Konzepte für das 21. Jahrhundert Joint Session Young DGK – Young DZHK H.Immo Lehmann, Postdoctoral Research Fellow, Mayo Clinic, Rochester, USA präsentiert im Rahmen der 82.

Aus dem Symposium “Cutting-edge medicine” – Neue wissenschaftliche und therapeutische Konzepte für das 21. Jahrhundert

Joint Session Young DGK – Young DZHK

H.Immo Lehmann, Postdoctoral Research Fellow, Mayo Clinic, Rochester, USA präsentiert im Rahmen der 82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie die nicht-invasive Ablation kardialer Arrhythmien mittels Partikelbestrahlung und erste Daten aus dem Tiermodell.

Zur Problemstellung sagt er, dass die Erfolgsraten der Ablationstherapie für Herzrhythmusstörungen und Postinfarkt-VT der Verbesserung bedürfen. In ventrikulärem Myokard könne das VT-Substrat oftmals nicht mit katheterbasierten Methoden erreicht werden.

Katheterbasierte Methoden gingen zudem mit dem Risiko von Perforation, Embolien, Steam-Pops oder auch der Mikroembolie-Formation einher.

Die Hypothese der im “Translational Interventional Electropysiology Laboratory” durchgeführten Studie besagte, dass unterschiedliche Formen extern applizierter Strahlentherapie die gezielte Ablation arrhythmogener Areale des Herzmuskels erlaubten.

Hierzu wurde die Applikation von Röntgenstrahlen gegen die Anwendung von Partikelstrahlung untersucht (Protonen, Kohlenstoffionen – 12 C)1. Während die Röntgenstrahlen eine hohe Eintrittsdosis erforderlich machen, wären bei der Partikelstrahlung lediglich niedrige Eintrittsdosen erforderlich.

Sie seien zielgenauer, aber schwerer zu applizieren, da der Bragg Peak berechnet werden müsse. Die Röntgenstrahlen gingen zudem durch das Ziel hindurch, während die Partikel hinter dem Ziel stoppe. Die Partikeltherapie kann mittels PET-Kamera verifiziert werden, bei Röntgenstrahlen nicht. Bei Röngenstrahlen seien die Läsionen größer und länger ohne Elektrogramm.

Bei Röntgenstrahlen erfolge zudem eine signifikant größere Fibrosierung.2 Als Ausblick sei die Photonen- und Protonentherapie erfolgversprechend, es müsse an der pulsierenden Strahlabgabe und an der Verringerung der Kardiotoxizität gearbeitet werden.

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass sowohl mit X-Ray als auch Ionenstrahlen eine Energieapplikation möglich sei, unabhängig von myokardialer Tiefe des Substrats.

Mittels Ionenstrahlung sei eine gebündeltere Energieabgabe möglich, außerdem ermögliche sie eine akute Verifikation mittels PET. Bei beiden Formen dauere es circa 13 Wochen bis der Ablationseffekt eintrete. Erste Patientendaten mit X-Ray lägen an der Washington-University und Stanford vor.

1 Lehmann HI. et al: Circ Arrythm Electrophysiol. 2015 Apr; 8(2): 429-38

Lehmann HI. et al: under review