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Ovarialkarzinom: Studie zur klinischen Entscheidungsfindung

Schlechte Gesamtgesundheit gleich schlechte Überlebensprognose bei Frauen mit Platin-resistenten oder Platin-refraktären rezidivierendem Ovarialkarzinom Das vorzeitige Ausscheidens aus der Chemotherapie und kürzere Gesamtüberlebenszeit wird stark durch den Gesamtgesundheitszustand prognostiziert.

Schlechte Gesamtgesundheit gleich schlechte Überlebensprognose bei Frauen mit Platin-resistenten oder Platin-refraktären rezidivierendem Ovarialkarzinom

Das vorzeitige Ausscheidens aus der Chemotherapie und kürzere Gesamtüberlebenszeit wird stark durch den Gesamtgesundheitszustand prognostiziert. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen einer mündlichen abstrakten Sitzung auf der ASCO-Jahrestagung 2016 in Chicago vorgestellt.

Die Mehrzahl der Patienten mit Eierstockkrebs haben bei Diagnosestellung andere fortgeschrittene Krankheiten. Oft werden diese schlimmer und es kommen weitere hinzu  – trotz einer guten Erstbehandlung. Die meisten Patienten entwickeln Platin-resistente/refraktäre Erkrankungen.

Leider ist die Ansprechrate bei Patienten gering und die Ergebnisse sind schlecht: im Median beträgt das progressionsfreie Überleben (PFS) weniger als 3 Monate und das Gesamtüberleben (OS) weniger als 12 Monate.

“Es gibt keine Beweise dafür, dass eine Chemotherapie in einem Platin-refraktären Zusammenhang die Gesamtüberlebenszeit erhöht. Jedoch ist die Patientenpopulation heterogen. Daher ist  zu prüfen, welche Patienten am ehesten in diesem Rahmen von einer Chemotherapie profitieren”, erklärt Dr. .Felicia Roncolato (St. George Hospital, Sidney) die Begründung der Studie Symptom Nutzen.

Die Gynecologic Cancer Intergroup (GCIG)-Studie wurde auf Empfehlung des 3. GCIC Ovarian Cancer Consensus Meeting eingeleitet, um zuverlässige Methoden zur Symptom(-Verbesserungs)-Quantifizierung bei Patienten mit Platin-resistenten/refraktären Erkrankung unter Chemotherapie zu entwickeln.

Ein Ziel der Symptom-Nutzen-Studie war es, Baseline-Charakteristika bzw. prognostische Faktoren zu identifizieren, die assoziiert sind mit einer frühen Beendigung der Chemotherapie und kürzerer Überlebensdauer bei Patienten mit Platin-resistentem oder resistenten oder Platin-refraktärem Ovarialkarzinom.

Die Studie umfasste 948 Patienten an 142 Standorten in 11 Ländern; 570 von ihnen hatten resistente/refraktäre rezidivierende Ovarialkarzinome. Fast drei Viertel der Patienten (73%) hatten typische Krebssymptome, 41% hatten krampfartige Bauchschmerzen oder intermittierenden Darmverschluss und 26% hatten eine symptomatische Aszites.

Wichtig zu wissen ist, dass 88% einen ECOG-Performance-Status-Score von 0 oder 1 hatten (0=normale uneingeschränkte Aktivität wie vor der Erkrankung, 1=Einschränkung bei körperlicher Anstrengung, aber gehfähig; leichte körperliche Arbeit bzw. Arbeit im Sitzen z.B. leichte Hausarbeit oder Büroarbeit möglich). Die PFS und die mediane Überlebensrate lagen zwischen 3,6 Monate und 11,1 Monaten in der Gesamtkohorte und 1,3 Monate und 2,9 Monate in der Untergruppe von Patienten, bei denen die Chemotherapie innerhalb von 8 Wochen gestoppt wurde (19% der Studienpopulation).

“In einer multivariaten Analyse wurden mehrere klinische Merkmale gefunden, die signifikant mit dem Gesamtüberleben verbunden sind. Dazu gehörten insbesondere der Hämoglobin-Spiegel, die Anwesenheit von Aszites, die Anwesenheit von Magen-Darm-Symptomen, eine hohe Thrombozytenzahl, das CA125-level und ein hohes Neutrophilen-zu-Lymphozyten-Verhältnis.

Darüber hinaus fanden wir mehrere gesundheitsbezogene Lebensqualitätsfaktoren, einschließlich der körperlichen Funktionen, globalem Gesundheitszustand und Magen-Darm-Symptomen, die signifikant mit der Gesamtüberlebenszeit verbunden waren (ohne Einbeziehung von klinischer Kontrolle).

Diese gleichen lebensqualitativen Domänen wurden auch mit der frühen Beendigung der Behandlung innerhalb von 8 Wochen in Verbindung gebracht. Unter 109 auswertbaren Patienten, bei denen die Chemotherapie nach 8 Wochen abgesetzt wurde, war der am häufigsten genannte Grund für den frühzeitigen Therapieabbruch der Krankheitsverlauf (- 45,9% ), Tod (-18,3%) sowie Präferenzen des Patienten (- 11,9% )”, resümiert Dr. Roncolato.

Da die überwiegende Mehrheit der Patienten einen ausgezeichnete ECOG-Performance-Status hatte, schloss Dr. Roncolato, dass Einschätzung der allgemeinen Lebensqualität mehr Aussagekraft in Bezug auf die Prognose hatte, als der ECOG-Performance-Status.

“Die Einbeziehung der beiden Faktoren, nämlich die basisgesundheitsbezogenen Lebensqualitätsfaktoren und die klinisch-prognostischen Variablen, könnten die Bewertung der Überlebensprognose bei diesen Patienten verbessern. Die Verfügbarkeit zusätzlicher prognostischer Informationen bedeutet damit auch die klinische Entscheidungsfindung erleichtern.”