esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Parodontitis-Selbsttest jetzt per neuer App möglich

Förderung der Eigenverantwortung durch Gesundheits-Apps?

Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparates, zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Auch in Deutschland leiden etwa 11,5 Millionen Menschen an einer schweren Form dieser Volkskrankheit. Jetzt stellt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) eine neue App zur Verfügung, mit der Patienten einen Selbsttest durchführen können, um eine mögliche Gefährdung zu erkennen.

Am Europäischen Tag der Parodontologie am 12. Mai 2017, der 2014 von der European Federation of Periodontology (EFP) ins Leben gerufen wurde, macht die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie in der Öffentlichkeit mittels zahlreicher Veranstaltungen vor Ort oder über die Zahnärzte direkt auf diese versteckte Volkskrankheit aufmerksam.

“Parodontitis kann unbehandelt zu Zahnverlust führen sowie Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit und das allgemeine Wohlbefinden haben. Wie bei einem Eisberg verläuft die Erkrankung unterhalb der sichtbaren Oberfläche. Und da sie meist auch nicht schmerzt, wird sie häufig erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium erkannt“, machte der Greifswalder Parodontologe Prof. Thomas Kocher auf ein grundsätzliches Problem aufmerksam. “Es ist also wichtig, Warnsignale für eine mögliche Parodontitis zu kennen und bei ersten Anzeichen den Zahnarzt aufzusuchen. Denn durch frühzeitiges Erkennen und eine systematische Behandlung kann der Krankheitsprozess zum Stillstand gebracht werden. Ästhetische oder auch funktionelle Veränderungen lassen sich dadurch weitgehend begrenzen und der Zustand des Zahnhalteapparates deutlich verbessern.“

Je früher erkannt, desto erfolgreicher kann behandelt

Um die Menschen über die reine Information hinaus auch zur Eigeninitiative zu bewegen, wurde eine Patienten-App entwickelt. “Als Basis dienten unsere Daten aus der seit 1997 laufenden Gesundheitsstudie SHIP (Study of Health of Pomerania)“, so der Zahnmediziner und Wissenschaftler. “Somit kommen die erhobenen Werte einmal mehr einer breiten Öffentlichkeit zugute.“ Eine aktualisierte Fassung der kostenlosen DG PARO-Selbsttest-App steht ab dem 12. Mai 2017 zur Verfügung. Mit der App kann jeder Patient einfach, aber verlässlich seine Risikofaktoren einschätzen und entsprechend aktiv werden. Die App kann über die jeweiligen App-Stores sowohl für iOS wie auch für Android heruntergeladen werden. Auch über die DG PARO-Website www.dgparo.de ist sie abrufbar.

Die Informationskampagne zum Tag der Parodontologie zielt vor allem auf die frühzeitige Diagnostik, Selbsttestmöglichkeiten und das systematische Screening in der Zahnarztpraxis. “Dafür ist ein gutes Zusammenwirken von Zahnarzt und Patient von Anfang an wichtig“, betonte Kocher. Was Patienten im Einzelnen tun können und worauf sie achten sollten, darüber klären mehrere Broschüren der DG PARO auf. Sie sind ebenfalls auf der Website der DG PARO zum Download verfügbar. Anlässlich des Europäischen Tags der Parodontologie wurde dort ein eigener Patienten-Bereich mit detaillierten Informationen eingerichtet.