Viele Patienten sind über Schmerz nicht ausreichend informiert

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Eine in Zusammenarbeit von Pain UK und dem St. Jude Medical durchgeführte Patientenbefragung offenbart besorgniserregende Mängel an Information unter chronischen Schmerzpatienten im Vereinten Königreich.

Die Befragung ergab, dass nur ein kleiner Teil der Patienten wirklich über die vielfältigen Optionen der Schmerzbehandlung Bescheid weiss. Befragt wurden 1614 Personen, von denen 524 selbst an chronischen Schmerzen leiden.

Chronische Schmerzen definieren die Herausgeber der Untersuchung als solche, die länger als zwölf Wochen anhalten oder nach Operationen oder Verletzungen bestehen bleiben, wenn die Beschwerden normalerweise bereits abgeklungen sein sollten. Für die Betroffenen geht dieser Zustand häufig mit erheblichen Einschränkungen im Alltag einher.

Viele Patienten denken, dass sie sich mit den Schmerzen abfinden müssen

Zwar leiden laut Pain Uk fast zehn Millionen Menschen im Vereinten Königreich an chronischen Schmerzen, aber wüssten diese sich häufig nicht zu Helfen. Etwa 40 Prozent der Befragten seien der Überzeugung, dass chronische Schmerzen ein Leben lang anhielten und ein Drittel, dass man sich mit den Beschwerden einfach abfinden müsse. Nur etwa ein Drittel gibt an, Entspannungsverfahren für eine wirkungsvolle Option zu halten.

Über spezialisierte Schmerzkliniken oder Therapieoptionen neben den klassischen Schmerzmedikamenten wisse nur ein kleiner Teil Bescheid. In ihrem Kampf gegen den Schmerz gingen die Meisten nicht weiter als bis zu ihrem Hausarzt. Nur etwa 15 Prozent der Befragten geben an Hilfe bei einer spezialisierten Schmerzklinik gesucht zu haben. Zudem kursiert allerlei Irrglauben. 41 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Beschwerden durch eine Operation lindern ließen, während es sich in vielen Fällen genau umgekehrt verhielte. Jeder fünfte Patient, der eine Schmerzklinik aufsucht leidet an operationsbedingten chronischen Schmerzen.

Patienten müssen besser aufgeklärt werden

Den Grund sieht Antony Cutner von Pain UK in Mängeln bei der Patientenaufklärung. Die vorhandenen Optionen müssten früher und klarer kommuniziert werden. Hausärzte müssten die Patienten zudem häufiger und schneller an Spezialisten vermitteln.

Auch in Deutschland beklagen Ärzte erhebliche Mängel bei der Versorgung von Schmerzpatienten. Einer Publikation des Berufsverbandes der Ärzte und Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin aus dem Jahre 2012 zufolge, vergingen im Schnitt vier Jahre bis zum Beginn einer angemessenen Therapie chronischer Schmerzen. Zudem mangele es an qualifizierten Spezialisten. Auf geschätzte drei bis fünf Millionen Betroffene kämen nur etwas mehr als tausend speziell ausgebildete Schmerztherapeuten. Eine Ausführliche Darstellung der Situation in Deutschland liefert der das “Weißbuch Schmerzmedizin”.

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