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PD Dr. Wolfgang Harringer: “Herzteams erhöhen Patientensicherheit”

PD Dr. Wolfgang Harringer, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), im esanum-Interview zu neuen Verfahren in der Herz-Chirurgie.

Neue Verfahren in der Herz-Chirurgie sorgen dafür, dass heute auch Herz-Patienten geholfen werden kann, die früher auf Grund ihres hohen Alters oder anderer Begleiterkrankungen kaum noch eine Chance hatten. Auf einem regelrechten Siegeszug befindet sich derzeit beispielsweise die kathetergestützte Aortenklappen-Implantation  (TAVI) zur Therapie der schweren Aortenklappenstenose. Im Jahr 2014 wurden 13 000 dieser Eingriffe vorgenommen. Bislang unterliegt diese Prozedur jedoch noch keiner gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherung, sodass es keine weiteren verlässlichen Daten und Fakten dazu gibt. Insbesondere die Langzeitsicherheit und Haltbarkeit der implantierten Prothesen ist in größerer Breite gegenwärtig nur bedingt geklärt. Das muss bei der Aufklärung der Patienten berücksichtigt werden.

TAVI darf allerdings nach einer Richtlinie des GBA vom Juli 2015 zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung nur in Einrichtungen durchgeführt werden, die bestimmte Kriterien für minimalinvasive Herzklappeninterventionen erfüllen. Ein wesentlicher Faktor ist hierbei ein funktionierendes Herzteam, wie es sich bereits für andere Eingriffe am Herzen etabliert hat. “Im Herzteam rücken die beteiligten Fachgebiete, also Herzchirurgie, Kardiologie und Anästhesie, sehr eng zusammen,” erklärt Dr. Harringer, Vize-Präsident der DGTHG. So sorge das Herzteam nicht nur für die korrekte Indikationsstellung, die Eingriffsplanung und die Durchführung des Eingriffs, sondern auch für die umfassende Nachbehandlung und die nötige Aufklärung der Patienten. Dabei kommt es vor allem darauf an, für jeden Patienten das geeignete und sicherste Verfahren auszuwählen. “Die konsequente Arbeit mit Herzteams lässt ohne Zweifel eine weitere Verbesserung der Patientensicherheit und der Therapieergebnisse erwarten”, ist Dr. Harringer überzeugt.