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Esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

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Pneumologen fordern Werbeverbot für Tabakwaren

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland greift regelmäßig zur Zigarette. Damit liegt die Zahl der Raucher hierzulande höher als in den meisten anderen Industrieländern. In einem aktuellen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneidet die Bundesrepublik in Sachen Tabakkontrolle im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ab.

Lungenärzte fordern weitere Maßnahmen gegen Tabakwaren

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland greift regelmäßig zur Zigarette. Damit liegt die Zahl der Raucher hierzulande höher als in den meisten anderen Industrieländern. In einem aktuellen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneidet die Bundesrepublik in Sachen Tabakkontrolle im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ab.

Seit Einführung der "Schockbilder" habe die Bundesregierung keine weiteren Maßnahmen mehr eingeleitet, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die Fachgesellschaft fordert unter anderem ein komplettes Werbeverbot für Tabakwaren sowie professionelle Entwöhnungsprogramme auf Rezept.

Nur Österreich schneidet im europäischen Vergleich noch schlechter ab als Deutschland, wenn es darum geht, Maßnahmen gegen das Rauchen einzuführen. Nur hierzulande dürfen Tabakkonzerne noch auf Plakaten oder Großveranstaltungen wie etwa Musikfestivals für ihre Produkte werben. "Ein umfassendes Werbeverbot wäre wichtig, damit junge Leute gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen", sagt Professor Dr. med. Berthold Jany, Pastpräsident der DGP. Ein solches Verbot ist im Bundestag auf absehbare Zeit jedoch nicht geplant. Von den Empfehlungen der WHO zur Tabakkontrolle hat die deutsche Regierung zuletzt die Schockbilder auf Zigarettenpackungen und das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten umgesetzt.

Auch das Gesundheitssystem berücksichtige die Folgen des Rauchens und der Abhängigkeit noch zu wenig, fügt Jany hinzu. "Rauchen ist kein Lifestyle-Problem, sondern eine Sucht – deshalb scheitern die meisten Raucher, wenn sie ohne professionelle Hilfe versuchen aufzuhören", erklärt der Chefarzt der Abteilung Innere Medizin im Klinikum Würzburg Mitte. Wirksame Hilfen bieten Medikamente, die den Drang zu rauchen unterdrücken, medizinische Beratung und verhaltenstherapeutische Programme. Eine Entwöhnung auf Rezept gibt es in Deutschland aber nicht: Die meisten Kurse und wirksame Medikamente muss der Raucher aus eigener Tasche bezahlen.

Rauchen schadet fast jedem Organ im menschlichen Körper und ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Krebs, Herz-Kreislauf-Schäden und chronische Lungenerkrankungen. Über 13 Prozent aller Todesfälle in Deutschland gehen auf den Konsum von Zigaretten zurück. Trotz der gesundheitlichen Gefahren fehlt es in Deutschland jedoch an effektiven Aufklärungskampagnen, die vor den Folgen des Rauchens warnen. In Ländern wie Kanada, Indien, Großbritannien oder die Türkei, die in den vergangenen zehn Jahren umfassende Rauchverbote eingeführt und nationale Programme zum Rauchstopp gestartet haben, ging der Anteil der Raucher hingegen deutlich zurück. "Die Maßnahmen der WHO haben sich in Untersuchungen als wirksam erwiesen und sind auch für Länder mit kleinem Budget umsetzbar“, betont Jany. „Es wird Zeit, dass Deutschland dem guten Beispiel anderer Industrienationen folgt."