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Pollenflugzeit wird in Zukunft noch länger

Allergologe rechnet künftig mit längerer Pollenflugzeit 

Die Birken blühen wegen der Wärme früher als sonst. Die Folge für Allergiker: schon jetzt rote Augen und schniefende Nasen. Bald könnten Betroffene sogar noch stärker und länger unter Pollen leiden, meint der Leiter des Allergie-Zentrums in Mainz.

Die Zahl der umherfliegenden Pollen könnte künftig nach Ansicht des Leiters des Allergie-Zentrums Rheinland-Pfalz wegen des Klimawandels weiter steigen. "Die zunehmende Erwärmung führt zu längeren und stärkeren Blüh-Phasen, wodurch sich die Problemzeiten für Pollenallergiker verlängern und verstärken", sagte Joachim Saloga in Mainz. Hinzu kämen neue Allergen-Quellen wie etwa die Pflanze Ambrosia. Da Rheinland-Pfalz besonders warm und sonnig sei, fühlten sich neue Pflanzen aus südlicheren Breitengraden hier besonders wohl.

Auch Umweltbelastungen hätten einen Einfluss auf die Pflanzen, sagte Saloga, Leitender Oberarzt der Hautklinik an der Universitätsmedizin Mainz. "An besonders belasteten Standorten an verkehrsreichen Straßen bilden Birken ihr Hauptallergen 'Bet V1' stärker aus." Manchmal würden die Allergene durch Schadstoffe in der Luft auch noch chemisch modifiziert, wodurch Menschen stärker auf sie reagierten.

Jeder fünfte Deutsche betroffen

Wie viele Rheinland-Pfälzer niesen müssen, wenn Blütenpollen von Hasel, Erle und Birke oder Gräsern durch die Luft fliegen, ist unklar. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes gibt es dazu keine Zahlen. Statistisch gesehen entwickele rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung im Lauf des Lebens eine Pollenallergie - mit weiter steigender Tendenz.

Derzeit blüht in Rheinland-Pfalz die Birke - ihre Pollen gelten als besonders aggressiv und treten in hohen Konzentrationen auf. Im Pollenflug-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) waren die Rheinebene und die daneben liegenden Gebiete zuletzt tief rot eingefärbt, was die höchste Stufe bedeutet. Auch bei der Esche stand die Belastungsintensität auf "mittel bis hoch".

Saloga zufolge sind diese Daten allerdings nur hochgerechnet. Denn in ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland gebe es keine einzige Messstation. "So wie es jetzt ist, extrapolieren wir die Angaben aus den anderen Pollen-Messstationen, um dann ungefähr zu sagen, was hier fliegen wird." Er fordert, dass die Messung der Pollenbelastung durch die öffentliche Hand finanziert wird, so wie es auch bei Luftschadstoffen wie Feinstaub und Stickoxiden gemacht wird.

Derzeit misst die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst an rund 50 Standorten in Deutschland. Experten werten täglich Klebestreifen aus den Kästen aus, um den aktuellen Anteil von Pollen in der Luft zu ermitteln. Mit den Daten der Pollenfallen arbeitet auch der DWD.